16
Weihnachten.
2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward, Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn.
3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehrfurcht still; Er betet an und er ermißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist.
4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, Erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil.
5. Dein König, Zion, kommt zu dir. Ich komm, im Buche steht von mir, Gott, deinen Willen thu ich gern." Gelobt sei, der da kommt im Herrn!
Mel. O daß ich tausend Zungen.
6. Herr, der du Menich 22. Dies iſt die Nacht,
geboren Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, Gott, mein Heiland, bet ich an.
da mir erschienen Des großen Gottes Freundlichkeit, Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit, Und dieses Welt- und Himmelslicht Weicht hunderttausend Sonnen nicht.
7. Du unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir.
2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein; Der Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein, Er
8. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht; Gedanke voller Selig
keit, Du bist es, der das Herz erfreut.
9. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt?
10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied!
11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht, Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist. Christ. Fürchtegott Gellert. 1716-69.


