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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage; nebst der Leidensgeschichte Jesu und kurzen Morgen- und Abendgebeten auf jeden Tag in der Woche
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Rom Daseyn und Wesen Gottes.

starken hassern fliehn? Wem himmel untergehn, Wirds, Flagt ich ihr verbrechen? Der daß du bist, der leugner sehn. unschuld thránen, ihren tod, Erhöbe sich kein mensch, kein gott, An ihrem feind zu rá­chen. Vor fchmach und unge= rechtigkeit Gåb ihr das grab nur ficherheit. Mit ihrem bauch wird auch ihr flehn Um recht und um gericht ver: wehn. Und er ihr feind, Der fünder, welcher gott nicht glaubt, Erhöbe, wie ein berg, fein haupt.

5. Gedanke, der mein herz erhöht, Daß dies mein fleisch einst aufersteht, Daß seelen nimmer sterben! Wenn gott nicht lebt, was trau ich dir? Nur falsche hoffnung giebst du mir, Und endigst mit ver: derben, Mich ruft mit huld im angesicht, Kein gott aus grabesnacht ans licht, Mein geist ist auch des todes raub, Nie auferstehn wird dieser staub. Gott richtet nicht! Auf tugend wartet dort kein lohn! Hier ist ihr erbtheil, schmach und hohn!

6. Nein! eh ich zweifle, daß du seyft, Unwandelbarer, ewger geist, Mag mich die welt verspotten! Laut will ich zeugen, daß du bist, Und daß es schnöder frevel ist, Dich fühlen und dich spotten! Mein geist und leib freut sich in dir, Unsterblicher, weich nicht von mir! Was sind die lejz den dieser zeit Dem, der sich deines dafeyns freut? Dort im gericht, Wenn erd und

Mel. Komm, heilger geist, herre. 5. u unsichtbarer, dessen thron Vor aller wel­ten ursprung schon Von ewigs feit stund, und bestehet, Ob alles wiederum vergehet. Mit wollust fåttigt sich mein geist, So oft er deinen namen preist. Wie köstlich ist mirs, dir lobsingen, Dir dan­ken, herr, dir ehre bringen, Und im gebet mich zu dir nahn!

2. Du, der du bist, und der da war, Dein nam ist groß und wunderbar. Wer kann sich bis zu dir erheben, Dein antlig schauen und noch leben? Kein bild ist, das dir, herrscher, gleicht, So weit auch deine schöpfung reicht. Du bist ein geist; nur geister können Dich fühlen, daß du bist, dich nennen, Herr, un ser gott! unendlicher!

3. Untheilbar bist du, dem kein tod Durch tausend ewig­keiten droht. Dir, quell des lebens, hat dein leben Kein åltres wesen je gegeben. Du lebst durch dich; dein leben ist Ein strom, der unaufhalt­sam fließt, Rings um dich her glückseligkeiten und neues leben zu verbreiten, Von ewigkeit zu ewigkeit.

4. Du geist des lebens! himmlisch licht Umstrahlt dein göttlich angesicht; Vernunft, die alles fennt und siehet,