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Communionandachten.
Glauben, für meine Heiligung und Beruhigung? wie, und wo habe ich den Sonntag zugebracht? Und das Gebet, dieses vorzügliche Mittel der christlichen Besserung, wie habe ich es benuşt? Habe ich an jedem Tage so oft und so gut gebetet, als ich konnte und sollte? habe ich ohne Un terlaß gebetet? habe ich mich ge= wöhnt, in allem auf Gott und auf Jesum zu sehen, mir ihn immer zu vergegenwärtigen, mitten unter meinen Arbeiten und Freuden meinen Geist auf ihn hinzurichten und stets in seiner Gegenwart zu wandeln? und finde ich an diesen Uebungen der Undacht mehr Lust und Geschmack, als an allen Freuden der Erde?
Wie lange lebe ich schon auf Erden! Jeder Abschnitt meines Lebens, jedes Jahr, jeder Monat, jeder Tag soll mich in der Erkenntniß Gottes und Jesu Christi, in der Aehnlichkeit mit ihm, in der christlis chen Freiheit, Vollkommenheit und Glückseligkeit weiter bringen. Ich soll und darf nie stille stehn. Wie ich heute bin, darf ich nicht bleiben. Die Fehler, die ich heute begehe, darf ich morgen nicht wieder begehn. Die Trägheit und Nachlässigkeit im Guten, die ich heute an mir gewahr werde, darf sich nicht immer an mir finden. Jede Nachtmalsfeier ins besondere soll mir mehr Stärke im Glauben, mehr Luft und Kraft zum Guten, mehr Weisheit zur Führung des gegenwärtigen Lebens, und mehr Fähigkeit zum Genusse des zu
künftigen gewähren. Was habe ich nun in dieser Hinsicht gethan? was habe ich insbesondere seit meiner letzten Communion gethan? welches waren damals meine Fehler? habe ich diese Fehler seitdem bestrit ten und verbessert, oder sind sie mir noch eben so eigen, wie zuvor? Vielleicht habe ich sie wohl gar mit neuen Fehlern vermehrt? Und wie habe ich mich im Guten geübt? Wie viel bin ich an Erkenntniß Gottes und Jesu Chrifti, an Erkenntniß meiner gegenwärtigen und zukünftigen Bestimmung, an Glauben, an christlicher Tugend und Glückselig-. keit vollkommener worden? Bin ich auf dem Wege des Lebens vorwärts, oder rückwärts gegangen? Kann ich mit mehrerm Grunde auf Gott hoffen? darf ich von seiner Baterliebe durch Christum Vergebung meiner Sünden, Befreiung und Seligkeit erwarten, ohne mich zu täuschen? liebe ich ihn mehr, als sonst? ist mir seine Gnade theurer, als ehedem? Ist mir insbesondere Jesus und sein Verdienst wichtiger worden? kann ich mit Wahrheit sagen, daß ich alles auf Erden für nichts achte gegen ihn? Habe ich die Menschen, auch diejenigen, die mir nicht wohlwollen, mehr lieben ge= lernt? ist mir keiner bewußt, ich gehaffet, beneidet, verleumdet, mit gekrånket und beeinträchtiget, dem ich in Feindschaft und Unvers söhnlichkeit gelebt habe? Was habe ich Gutes gethan? was zur Beförderung des Wohls meiner Neben
den
menschen


