Hot Bußübungen...
menschen beigetragen? und wie, aus welchen Absichten und Beweggründen habe ich es gethan? Bin ich durch mein Verhalten Gott, Bin ich auch meinem Vorsage meinem Vater und Erlöser, anges treu geblieben, habe ich auch den nehmer und wohlgefälliger, den Entschluß wirklich ausgeführt, den Menschen, meinen Brüdern, nůß ich so oft, und auch nur bei meiner Licher, in Absicht auf mich selbst legten Communion faßte? Wie manbeffer, ruhiger, zufriedener, zum- gelhaft, wie unvollkommen ist doch Tode, der mir immer näher kommt, dieß geschehen. Und bei dem Ullen geschickter und eines höhern Zustan= muß ich bekennen, baß ich lange noch des fähiger worden? nicht so weit gekommen, lange noch nicht der weise, gläubige, gebesserte, Jesu ähnliche Mensch bin, der ich als Christ werden und sein konnte; be= kennen muß ich es mit Beschämung und Reue, daß ich noch manchen Fehler, manche Sünde begangen habe, die ich nicht begehen sollte, noch manche Schwachheit an mir trage, die ich, vielleicht schon längst, überwunden haben sollte; daß ich, in Vergleichung der Långe meiner Lebenszeit und der Kraft, die Jesus darbietet, bei Weitem noch nicht so geübt im Guten, so stark im Glauben, so tüchtig in allen guten Werken, so ruhig und glückselig bin, als ein Ghrift sein kann; daß ich insbefondere dich, meinen Vater, nicht genugsam liebe, Jesum, meinen Heiland und Seligmacher, nicht hoch genug schåße, die Menschen, meine Brüder, nicht mit herzlicher Brus derliebe umfasse, daß ich bei Weitem noch nicht ganz christlich denke und handle und sich auch in meine besten Handlungen unedle Absichten mischen; daß noch ein großer Abstand ist zwischen mir und mei=
Herr, du erforschest mich und kennest mich. Du weißt es, ob ich zeither auf guten oder bösen Wegen gewandelt habe; ob ich besser, oder boser, zu einem höhern Leben geschick ter, oder ungeschickter worden bin; ob ich mich dem Ziele der christlichen Vollkommenheit genähert, oder von demselben entfernet, meine Seligkeit, oder meine Schuld und Strafe barkeit vermehrt und vergrößert habe. Führe, ach führe mich, Hochster, auf ewige Wege. Amen.
Bei der Beichte. A soloranea dan gidinde Gott, der du Alles weißt, Alles sie hest und kennest, dem kein gottlos Wesen gefällt, und vor dem Niemand bleibet, der böse ist; der du aber auch allen reuigen und gläubigen Sündern um Jesu willen Gnade und Vergebung verheißen hast, ich erkenne es vor dir, daß ich gesündiget und übel gethan habe; ich weiß es, daß ich mich durch meine Sünden der gerechten Strafen schuldig gemacht habe, die du den Ueber
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tretern deiner Gesetze gedrchet hast; ich erfahre es, daß die Sünde der Leute Verderben sei.


