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Heiliges Lippen- und Herzens-Opfer einer gläubigen Seele oder vollständiges Gesang-Buch : enthält in sich die neuesten und alten Lieder des seligen D. Luther u.a. erleuchteten Lehrer unserer Zeit ; zur Beförderung der Gottseligkeit bei öffentlichem Gottesdienst in Pommern und andern Orten zu gebrauchen ; eingerichtet, auch mit bekannten Melodien versehen ; Nebst einem geistreichen Gebet-Buch ; mit vermehrtem Sonn- und Festtags-Register versehen / von ... Laur. David Bollhagen
Entstehung
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Der 3. und 4. Buß- Pfalm.

14

10. Der Gottlose hat viel Plage; Wer aber auf den HErrn hoffet, den wird die Güte umfangen.

11. Freuet euch des HErrn, und ſeid fröhlich ihr Gerechten, und rühmet alle ihr Frommen.

15. Aber ich harre, HErr, auf dich; du HErr, mein GOtt wirst mich erhören.

Der 38. Pfalm.

16. Denn ich denke, daß sie ja sich nicht über mich freuen! wenn

HErr, strafe mich nicht in dei- mein Fuß wankte, würden ſie sich

nem mich

nicht in deinem Grimm!

rühmen 17. Denn ich bin zu Leiden ge­macht, und mein Schmerz ist im­mer vor mir.

2. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. 3. Es ist nichts Gesundes an mei­nem Leibe vor deinem Drauen, und ist kein Friede in meinen Ge­beinen vor meiner Sünde.

4. Denn meine Sünden gehen über mein Haupt, wie eine schwere Laſt sind sie mir zu schwer geworden. 5. Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Thorheit.

6. Ich gehe frumm und sehr ge­büdet, den ganzen Tag gehe ich traurig.

7. Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Geſundes an

meinem

18. Es ist mit mir ganz anders, und bin sehr zerstoßen; ich heule vor Unruhe meines Herzens.

9. HErr, vor dir ist alle meine Be­gierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.

10. Mein Herz betet, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir. 11. Meine Lieben und Freunde stehen gegen mich, und scheuen meine Plage, und meine Nächsten treten ferne.

nicht höret, und der keine Wider­rede in seinem Munde hat.

12. Und die mir nach der Seele stehen, stellen mir, und die mir übel wollen, reden, wie sie Scha­den thun wollen, und gehen mit eitel List um.

13. Jch aber muß sein wie ein Tauber, und nicht hören; und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht aufthut.

14. Und muß sein wie einer, der

18. Denn ichzeigemeine Missethat an, und sorge für meine Sünde. 19. Aber meine Feinde leben, und find mächtig; die mich unbillig hassen, sind groß.

20. Und die mir Arges thun um Gutes, setzen sich wider mich, dar­um, daß ich ob dem Guten halte. 21. Verlaß mich nicht, HErr mein GOtt, sei nicht fern von mir.

22. Gile mir beizustehen, HErr, meine Hülfe!

Der 51. Pfalm. 7007 Ott, sei mir gnädig nach deiner Güte,

ne Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit.

2. Wasche mich wohl von meiner Missethat, und reinige mich von meiner Sünde.

3. Denn ich erkenne meine Misse= that, und meine Sünde ist im­mer vor mir.

4. An dir allein habe ich gesün= digt und übel vor dir gethan: Auf daß du Recht behaltest in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du gerichtest wirst.

5. Siehe, ich bin aus sündlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden em= pfangen.

6. Siehe, duhastLuftzur Wahrheit, die im Verborgenen lieget, du läsfeſt mich wissen die heimliche Weisheit.

7. Entsündige mich mit Jsop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde.

Jabodsdsd 8. Lag