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Heiliges Lippen- und Herzens-Opfer einer gläubigen Seele oder vollständiges Gesang-Buch : enthält in sich die neuesten und alten Lieder des seligen D. Luther u.a. erleuchteten Lehrer unserer Zeit ; zur Beförderung der Gottseligkeit bei öffentlichem Gottesdienst in Pommern und andern Orten zu gebrauchen ; eingerichtet, auch mit bekannten Melodien versehen ; Nebst einem geistreichen Gebet-Buch ; mit vermehrtem Sonn- und Festtags-Register versehen / von ... Laur. David Bollhagen
Entstehung
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Der 1. und 2. Buß- Pfalm.

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Das Gratias.ihn fürchten, und auf seine Güte Also auch nach dem Effen sollen warten. Ehre jei GCtt dem Va­fie gleicher Weise fein züchtig, und ter, und dem Sohne, und dem mit gefaltenen Händen sprechen: Heiligen Geiste. Amen. Danket dem HErrn, denn er iſt

Darnach das Vaterunser, und

Güte

dies nachfolgende Gebet.d Wir danken dir, HErr GOtt, durch

JEsum Christum, deinen lieben Sohn, unsern HErrn, für alle deine Gabe und Wohlthat, der fallen an Jemandes Beinen. Der du lebest und regierest in Ewig­HErr hat Gefallen an denen, die feit. Amen..

Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nichtLust an der Stärke des Roffes, noch Ge­

währet ewiglich! Der allem Fleische giebt,

Buß- Psalmen.

diddod Die sieben Der 6. Pfalm.

A HErr! straf mich nicht in deinem Zorn, und züchtige mich nicht in deinem Grimm. 2. HErr, sei mir gnädig, denn ich binschwach, heile mich, HErr! denn meine Gebeine sind erschrocken.

3. Und meine Seele ist sehr er­schrocken; ach du HErr, wie lange! 4. Wende dich, HErr! und er rette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen.

5. Denn im Tode gedenket man deiner nicht; wer will in der Hölle danken?

6. Jch bin so müde vom Seuf: sen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht, und neße mit meinen Thränen mein Lager.

7. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauren, und ist alt geworden; denn ich allenthalben geängstiget werde. 8. Weichet von mir alle llebel­thäter, denn der HErr höret mein Weinen.

CH

2. Wohl dem Menschen, dem der

HErr die Miſjethat nicht zurech­net, in dessen Geist kein Falsch ist. 3. Denn da ich eswollteverschwei­gen, verschmachteten meineGebeine durch mein täglich Heulen.

4. Denn deine Hand warTag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrodnete, wie es imSom­mer dürre wird. Sela.

5. Darum bekenne ich dir meine Sünde, und verhehle meine Miſſe­that nicht. Ich sprach: ich will dem HErrn meine Uebertretung bekennen; da vergiebst du mir die Missethat meiner Sünden. Sela. 6. Dafür werden dich alle Heili­gen bitten zur rechten Zeit; dar­um, wenn große Wasserfluthen kommen, werden sie nicht an die selbigen gelangen.

7. Du bist mein Schirm, du wol­lest mich vor Angst behüten, daß ich errettet, ganz fröhlich rühmen könnte. Sela.

9. Der HErr höret mein Fleben; mein Gebet nimmt der HErr an, 10. Es müssen alle meine Feinde zu Schanden werden, und sehr er­schreden, sich zurüd kehren, und zu Schanden werden plößlich. Der 32. Pfalm.

8. Ich will dich unterweisen, und dir der Weg zeigen, den du wan= deln sollst; ich will dich mit mei­nen Augen leiten.

9. Seid nicht wie Roffe und Maulthiere, die nicht verständig sind, welchen man Baum und

Mohl dem, dem die Uebertre- Gebiß muß ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen.

tungen vergeben sind, dem die Sünde bebedet ist.

10. Der