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Heiliges Lippen- und Herzens-Opfer einer gläubigen Seele oder vollständiges Gesang-Buch : enthält in sich die neuesten und alten Lieder des seligen D. Luther u.a. erleuchteten Lehrer unserer Zeit ; zur Beförderung der Gottseligkeit bei öffentlichem Gottesdienst in Pommern und andern Orten zu gebrauchen ; eingerichtet, auch mit bekannten Melodien versehen ; Nebst einem geistreichen Gebet-Buch ; mit vermehrtem Sonn- und Festtags-Register versehen / von ... Laur. David Bollhagen
Entstehung
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Historia von der legten Zerstörung

tige Mauer erobert und einge- war, so gerieth es doch den Rö­nommen. Dieselbige Zeit ist eine mern alles, und war kein Sieg noch unzählige Menge Volts Hungers Glück mehr bei den Juden. Als gestorben, wie Josephus schreibt. nun die Römer das Schloß innen Um ein klein Bißlein Brod haben hatten, gab der Drommeter mit sich oft die besten Freunde gehauen der Posaune ein Zeichen, und wur­und gestochen. Die Kinder ba- den die Juden, welche das Schloß ben den Eltern, Vater und Mutter inne hatten, alle erschlagen, Et­oft die Speise aus dem Munde liche von den Mauern geworfen, geriffen. Da hat weder Bruder Etliche sind selbst zu Tode gefal= noch Schwester sich einer des an- len, Etliche sind bei der Nacht dern erbarmt. Ein Scheffel Korn eilends in die Stadt entfommen. hat viele Gulden gegolten. Etliche Folgends hat das Kriegsvolk sich haben Ruhmist vor großem Hun- um die, so den Tempel inne hat­ger, Etliche die Riemen von den ten, ernstlich angenommen. Man Sätteln, das Leder von den Schil: sagt, Titus sei willens gewesen, den abgenagt und gegessen. Etliche des Tempels zu verschonen( als haben noch Heu im Munde gehabt, der Religion), aber es war aus, und sind also todt gefunden. Et- GOtt schiate es, daß da kein Ver­liche haben an den heimlichen Ge- schonen war. Denn als man lange mächern gesucht, mit Unflath und und heftig gestritten und gearbei= Mist sich von dem Hunger zu er- tet hatte, und die Juden weder retten; und ist eine solche große mit Dräuen, noch Vermahnen mächtige Menge Hungers gestor- zu bewegen gewesen, die festen ben, daß Ananias, Eleazari Sohn, Derter zu übergeben, merkte das welcher in der Zeit der Belagerung Kriegsvolt, daß der Ort nicht zu Tito geflohen, angezeigt, daß anders, denn mit Hunger( wel­hundert tausend, und funfzehn tau- ches denn lange würde), oder mit send todte Körper in der Stadt ge- Feuer wäre abzubrechen. Und also funden und begraben sind. Egesip- haben Etliche der Kriegsknechte pus schreibt, daß allein zu einer Feuer in den Tempel geworfen, Pforte viele tausend Leichen her- das ist angegangen, und also auf ausgetragen, und daß in die sechs die Stunde das herrliche, treff­hundert tausend Menschen solcher liche, föstliche Gebäude, welches Zeit der Belagerung todt geblieben der Zeit hoch und weit berühmt sein. Die Juden hatten noch in- war, verbrannt und zu Asche nen die Burg Antoniam, welches geworden. Die Juden, so den eine starke Festung war. So hat- oberen Ort der Stadt inne hat­ten fie auch den Tempel inne, von ten, sind zum Theil in die Stadt welchem eine Brücke in die Stadt geflohen; aber viele mehr sind ging. Diese Festung zu erobern durch Feuer und Schwert um­fostete viel mehr Arbeit, denn alle gekommen. Die Priester haben andere Derter. Titus aber, obwohl ihr Leben zu fristen ganz kläg­ergewiß war, daß der Hunger end lich gebeten und gefleht; aber lich die Juden in der Stadt tilgen da ist Gnade bei GOtt und den und theilen würde, ließ sich doch Leuten ausgewesen. Titus, wie die Zeit lang werden, und hielt an, Egesippus schreibt, hat geant­vermahnte das Kriegsvolk, die wortet: So ihr Tempel und Feitung mit Gewalt zu stürmen. Gottesdienst dahin sei, bedürfe Wiewohl nun große Gefahr dabei man auch der Priester nicht mehr. Die

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