Morgengesänge.
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nicht möge grauen, wenn sich ein Unglück find't; denn wenn du Nothdurft schaffeft, zeigt sich dein Vaterherz, und wied'rum wenn du strafest, thust du's mit Vaterschmerz.
7. Drum, ob nach deinem Willen und unerforschten Schluß ich heut auch Blag und Grillen erdulden soll und muß: so hilf, daß die Beschwerde mit Labsal werd' vertauscht, und bloß zum Wölklein werde, das bald vorüberrauscht.
8. Inmittelst laß den Meinen, und mir auch selbst dazu, die Gnadensonne scheinen, sprich unser Herz zur Ruh, und laß all' mein Beginnen dir wohlgefällig sein, bis daß du mich von hin
23. Mel. Ich dank dir, lieber. s hat uns heißen treten, o GOtt, dein lieber Sohn, mit herzlichen Gebeten vor deinen hohen Thron, und uns mit theu rem Amen Erhörung zugesagt, wenn man in seinem Namen nur bittet, fleht und klagt.
24. Mel. Freu dich sehr, o meine.
nen gen Himmel holeſt ein stand.reu dich sehr, o meine Seele, F Herz und
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und des HErren Lob erzähle, daß er dich so väterlich hat durch seine Macht gestüßt, und vor'm Satan dich geschüßt, auch vor Leid und vor Betrüben bist du wohl bewahrt geblieben.
2. Was für Dank soll ich dir geben, Vater der Barmherzigkeit! daß du für mein armes Leben sorgest heut und allezeit, daß mich deiner Engel Wacht auch die abgewich'ne Nacht hat beschüßet, daß die Sonne ich erblickt mit Freud und Wonne.
3. Nun, ach Höchster! deine" Gnade sei auch diesen Tag mit mir, daß kein Leid, Gefahr noch Schade mich den ganzen Tag berühr'; schüße mich durch deine Hand, mache fernerhin bekannt, daß, die auf dich, HErr, vertrauen, auf den rechten Edstein bauen.
2. Darauf komm ich gegangen in dieser Morgenstund; ach! laß mich doch erlangen, was ich aus Herzensgrund an dich, mein GOtt, begehre im Namen JEsu Christ, und gnädig mir gewähre, was Seelen nüßlich ist.
3. Nicht aber mir zu geben, bitt' ich aus deiner Hand Geld, Gut und langes Leben, kein' Ehr' noch hohen Stand! denn dieses ist nur nichtig und lauter Eitelkeit, vergänglich, schwach und flüchtig und schwindet mit der Zeit.
himmelan, und alle Lust ver: dammet der lastervollen Bahn.
5. Hernach laß mich gewinnen, nach deiner großen Kraft Kunst, Weisheit, flare Sinner, Verstand und Wissenschaft, daß all' mein Thun und Handel dir mag gefällig sein; laß vor der Welt. mein'n Wandel sein ohne falschen Schein.
4. Jch bitte mir zu schenken ein fromm und keusches Herz, das nimmermehr mag denken auf liederlichen Scherz, das stets mit Liebe flammet zu dir, GOtt,
6. So wird von jenem allen, Stand, Leben, Ehr' und Geld auf meine Seite fallen, so dir es, GOtt, gefällt. Man muß die Seel' erst schmücken, so wirst du allgemach den Leib auch schon beglücken. Glück folgt der Tugend nach.
G. N.
4. Hab' ich dich nicht recht geliebet, und mit meiner Missethat, dich, mein frommer GOtt, betrübet: was mein Fleisch begangen hat, leg' in tiefster Reu und
Leid


