Morgengesänge.
Leid ich hier in der Gnadenzeit vor dein Angesicht und flehe, hilf mir, daß ich nicht vergehe.
5. Laß durch deine Kraft mich werden frommer, und dein guter Geist leite mich auf dieser Erden, daß ich suche allermeist zu gefallen dir, mein Hort, auch so leb' an allem Ort, daß, wenn ich einst komm zum Sterben, deine Freude könne erben.
6. Was ich aber joll verrich ten, die Gedanken, Wort und Werk, all' mein Thun, Beginn und Dichten also führe, daß ich merk' deinen Beistand in der Noth, wie im Leben, so im Tod; laß mich nimmer irre gehen, noch auf bösen Wegen stehen. 7. Sei auch gnädig allen Frommen, schüße deiner Heerde Schaar, und die dürftig zu dir kommen, die in Noth und in Gefahr, und die in des Jammers Bein bei dir seufzend tommen ein, laß er fahren deine Güte, und uns alle sammt behüte.
8. Wittwen, Kranten und den Waisen, die die Welt und Teufel plagt, die zu Land und Wasser reisen, sei dein Schuß, HErr, unversagt; stehe allen Blöden bei und dein Schirm bei allen sei, die dich, lieber Vater, kennen, und nach deinem Sohn sich nennen. 9. Laß mich allzeit sein beslissen, vor dir und der ganzen Welt zu behalten gut Gewissen; und wenn dies mein Fleisch zerfällt, und der Tod sein Erb' und Recht sucht an deinem armen Knecht: laß mich dann für meine Sünden Trost in JEsu Wunden finden.
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2. Du hast mich, o GOtt Va= ter mild, gemacht nach deinem Ebenbild; in dir web', schweb' und lebe ich, vergehen müßt' ich ohne dich.
3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderlich und unverhofft, da nur ein Schritt, ja nur ein Haar, mir zwischen Tod und Leben war.
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25. Mel. Wenn wir in höchsten. or deinen Thron tret' ich hiemit, o GOtt! und dich demüthig bitt': Wend' dein genädig Angesicht von mir, dem armen Sünder nicht.
4. Verstand und Ehr' hab ich von dir, des Lebens Nothdurft giebst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich in Glück und Unglück meint.
5. GOtt Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der Höllen Glut, das schwer' Geset für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt.
6. Wenn Sünd' und Satan mich anklagt, und mir das Herz im Leib verzagt: alsdann brauchst du dein Mittleramt, daß mich der Vater nicht verdammt.
7. Du bist mein' Fürsprach' allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud'; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein.
8. GOtt Heil'ger Geist, du höchste Kraft, deß Gnade in mir alles schafft: ist etwas Gut's am Leben mein, so ist es wahrlich lauter dein.
9. Dein ist's, daß ich GOtt recht erkenn', ihn meinen HErrn und Vater nenn', sein wahres Wort und Sacrament behalt und lieb' bis an mein End'.
10. Daß ich fest in Anfechtung steh, und nicht in Trübsal untergeh', daß ich im Herzen Trost empfind', zuletzt mit Freuden überwind'.
11. Drum dank' ich dir mit Herz und Mund, o GOtt, in dieser Morgenstund', für alle Güte, Treu und Gnad', die meine Seel' empfangen hat.
15. Und


