Druckschrift 
Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen : [nebst] Der Kleine Catechismus Herrn D. M. Luthers [und] Evangelien und Episteln auf alle Sonn- und Festtage
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Um 21. Sonntage nach Trinitatis.

machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie den Gästen zur Hochzeit rufeten, und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gästen, siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Och­sen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit, kommet zur Hochzeit. Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu sei ner Handthierung. Etliche aber griffen seine Knechte, höhneten und tödteten sie. Da das der König hörete, ward er zor: nig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet, aber die Gäste warens nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen fie fanden, böse und gute, und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sahe allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekom­men und hast doch kein hochzeitlich Kleid an: Er aber verstummete. Da fprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die äußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zähnklappen. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet.

Um 21. Sonntage nach Trinitatis.

35

Evangelium, Joh. 4, 47-54.

11nd

nd es war ein Königischer, deß Sohn lag krank zu Capernaum. Dieser hörte, daß Jesus kam aus Judda in Galilåa, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab káme, und hülfe seinem Sohne; denn er war todtkrank. und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glau­bet ihr nicht. Der Königische sprach zu ihm: Herr, komme hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm fagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Knech­te, verkündigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besfer mit ihm geworden war. Und sie spra­chen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Bater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus that, da er aus Judáa in Galilda kam.

Epistel, Ephef. 6, 10- 17.

dem Herrn, und in der Macht sei: ner Stärke. Ziehet an den Harnisch Epistel, Ephef. 5, 15-21. Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen o fehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich die liftigen Anläufe des Teufels. Denn wandelt, nicht als die Unweisen, wir haben nicht mit Fleisch und Blut sondern als die Weisen. Und schicket zu kämpfen, sondern mit Fürsten und euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. Gewaltigen, nämlich mit den Herren Darum werdet nicht unverständig, der Welt, die in der Finsterniß dieser sondern verständig, was da sey des Welt herrschen, mit den bösen Geistern Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll unter dem Himmel. Um deßwillen, Weins, daraus ein unordentlich Wesen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf folget, sondern werdet voll Geistes. daß ihr an dem bösen Tag Widerstand Und redet unter einander von Psalmen thun, und alles wohl ausrichten, und und Lobgefangen und geistlichen Lie: das Feld behalten möget. So ftehet dern, singet und spielet dem Herrn nun, umgürtet eure Lenden mit Wahr­in curem Herzen. Und saget Dankheit, und angezogen mit dem Krebs allezeit für alles, Gott und dem Vater der Gerechtigkeit, und an Beinen ge­in dem Namen unseres Herrn Jesu Christi. Und send unter einander unterthan in der Furcht Gottes.

ftiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen aber