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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen : [nebst] Der Kleine Catechismus Herrn D. M. Luthers [und] Evangelien und Episteln auf alle Sonn- und Festtage
Entstehung
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Am 18., 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis. Um 18. Sonntage nach Trinitatis.

Evangelium, Matth. 22, 34-46.

a aber die Pharisäer hörter, daß Jesus den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und Einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist ras vor­nehmste Gebot im Gesetz? Jefus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüthe. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer bet einander waren, fragte fte Jesus, und sprach: Wie dünkt euch um Chri­sto? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn Cavid im Geist einen Herrn? da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Seße dich zu meiner Nechten, bis das ich lege deineFeinde zum Schemeldeiner Füße? Sonun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Nie­mand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch Niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.

Epistel, 1 Cor. 1, 4.9.

gch danke meinem Gott allezeit eu­

die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seyd durch ihn in allen Stücken reich gemacht an aller Lehre, und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Chrifto in euch träftig worden ist, also, daß ihr keinen Mangel habt, an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsere Herrn Jefu Christi. Welcher auch euch wirb fest behalten bis ans Ende, daß ihr unsträf­lich seyd auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seyd zur Gemein­schaft seines Sohns Jefu Chrifti, unsers

Un 19. Sonntage nach Trinitatis.

Evangelium, Matth. 9, 1-8.

a trat er, der Herr Jesus, in ras Schiff, und fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrücht­gen, der lag auf einem Bette. Canun Jesus ihren Glauben sabe, sprach er zu dem Bichtbrüchigen: Sey getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir ber­geben. Und siehe, Etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sahe, sprach er: Warum denket ihr so arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen; Dir sind deine Sünden vergeben, oder zusagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden die Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchi­gen: Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim. Und er stand auf und ging helm. Dadas Volk das sahe, ver­wunderte es sich, und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.

Epistel, Ephes. 4, 22-28.

o leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Men­schen, der durch Lüste in Irrthum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geiste eures Gemüths, und ziehet den neusa Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffner Gerechtigkeit und Helligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir un­tereinander Glieder sind. Zürnet und sündiget nicht, lasset die Sonne nicht über eurem Zorne untergeben. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, son­dern arbeite, und schaffe mit den Hän­den etwas Gutes, auf taß er habe zu geben dem Dürftigen.

Um 20. Sonntage nach Trinitatis.

Evangelium, Matth. 22, 2-14. assimmelreich ist gleich einemnige,