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Doch deine allmachtsband; Denn du bist überall, Und dein ist jedes land.
5. Wollt ich in finsterniß Mich deinem aug' entziehen, So sucht ich doch umsonst, Auch da dir zu entflieben: Die dickste finsterniß Ist vor dir helles licht! Die nacht glänzt, wie der tag, Vor deinem angesicht.
6. Du warst schon über mir In meiner mutter leibe; Du bildetest mein herz, Gott, daß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, Und meiner, eh ich war, Schon väterlich gedacht.
7. Du kanntest mein gebein, Eb ich ans licht gekommen, da ich im
Erste Abtheilung.
Mel. Wer nur den iieben Gott zc. oder: Eigene Melodic.
dunkeln erst Die bildung angenommen, Dein auge sah mich schon, Eb ich bereitet war, Und meiner tage lauf War dir schon offenbar.
4. Was du zu thun dir vorgenommen, Krönt auch, so bald du willst, die that: Wenn tausend bindernisse kommen, So triumphirt dein hoher rath, Den besten zweck wählt dein verstand: Die mittel stehn in deiner hand.
8. Was für erkenntnisse, Für köstliche gedanken! Unzählbar sind sie mir; Denn sie sind ohne schranken. Mit ebrfurcht will ich stets Auf dich, mein schöpfer, sebn, Cir folgen und dein lob, So gut ich kann, erhöhn.
c. Weisheit
5. Die menge so verschiedner willen, Wojeder seinen weg erwäblt, muß doch den deinen bloß erfüllen, Der seines zieles nie verfehlt, Und aller feinde stolzen wahn, Als unvernunft beschämen kann.
6. O weisheit! decke meiner seele Des eigendünkels thorbeit auf, Damit sie dich zum führer wähle In dieses
9. Erforsche mich, mein gott, ind prüfe, wie ichs meine; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu seyn mir scheine. Sieb, ob mein fuß vielleicht Sich einem irrweg naht. Und balte mich zurück Auf ebnem sichern pfad.
Gottes.
lebens ganzem lauf. Ich weiß den weg zur wohlfabrt nicht: Drum leite mich
16. Dweiser schöpfer aller dein sichres licht.
dinge. alles weiß, erkennt, versteht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, Das nicht nach deiner ordnung geht! Sie ists, die deine große welt In ihrer daur und pracht erhält.
2. Die vielen wundervollen werke, Was unsern augen fern und nah, Steht alles, wie durch deine stärke, So auch durch deine weisheit da.
Unendlich, berr, ist dein verstand: Der
ganze weltbau machts bekannt. 3. Mit eben diesen meisterbänden, Mit welchen du die welt gemacht, Regierst du auch an allen enden, Was du böchst frei bervorgebracht; Du brauchst, o unerschaffnes licht! Der menschen rath und beistand nicht.
7. Luhast mich durch mein ganzes leben Bisher aufs weisefte geführt, Ja, dir muß ich die ehre geben, Daß du aufs beste mich regiert: O leite mich durch welt und zeit Hinüber in die ewigkeit.
Mel. Gott des himmels und der: c.
17. Unerforschlich sey mir im
mer Meines gottes weg und ratb, Und die nacht sei ohne schimmer, Die mich bier umschattet bat; Doch ist alles, was er thut, Wie's auch scheine, weis und gut.
2. Sollt ich das von gott nur loben, Wo ich rath und weisheit seb? Ists nicht ein geschenk von oben, Wenn ich seinen weg versteh? Frevelt der nicht, welcher klagt, Daß ihm gott mehr licht versagt?
3. Soll ein vater unterlassen, Was dem kinde tborheit ist? Kühner tadler! engel fassen Das, wo du im dunkeln bist: Hier sollst du dem berrn vertraun; Und nur glauben, noch nicht schaun.
4. Sollt er zu regiererinnen Seiner werke, seiner welt, Meine lüste setzen? sinnen, Ordnen, thun, was mir gefällt? Wohluns, wenn er nie gewährt, Was ein thöricht herz begehrt!


