Von Gott und seinen Eigenschaften. II
5. Dann wird das Sie du siehst es, wenn ich fehle. gel seines Buchs vor aller Nichts, nichts fann deiWelt gebrochen: das Ur- nem Aug entfliehn; und theil des verdienten Fluchs, nichts mich deiner Hand Gedanken selbst gespro entziehn. chen. Wo ist die Nacht,
3. Wenn ich in stiller die sie verhehlt? Der Rich- Einsamkeit mein Herz an ter hatte sie gezählt, und dich ergebe, und, über deikeinen sterben lassen. ne Huld erfreut, lobsine
Send heilig, send von gend dich erhebe; so hörst Gott nur voll, Gedanken du es, und stehst mir bey, meiner Seele, daß, wenn daß ich) im Kreuß auch gerichtet werden soll, kein standhaft sey. einziger mich quåle! Send 4. Du merkst es, wenn heilig, und dann fürchtet des Herzens Rath vernichts, Gott wird am Ta- kehrte Wege wählet; und ge des Gerichts, gleich bleibt auch eine böse That Thaten, euch belohnen. vor aller Welt verhehlet; so weißt du sie, und züchMel. Machs mit mir, Gott, c.tigst mich zu meiner Beße ie bist du, Hoch- rung våterlich. 9. Nie bist du
ster, von uns fern; 5. Du höreft meinen du wirkst an allen Enden. Seufzern zu, daß Hülfe Wo ich nur bin, Herr al mir erscheine. Voll Mits ler Herrn, bin ich in dei- leid, Vater, zählest du die nen Händen. Durch dich Thränen, die ich weine. nur leb und athme ich: Du siehst und wågest meis denn deine Rechte schüßet nen Schmerz, und stärkst mich. mit deinem Trost mein 2. Was ich gedenke, Herz. weißest du; du prüfest 6. drück, AllgegenO meine Seele. Du siehst wårtiger! Dies tief in meies, wenn ich Gutes thu; ne Seele, daß wo ich bin,
nur


