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Neues Ansbachisches Gesangbuch, auf Landesfürstlichen Befehl herausgegeben
Entstehung
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Vorrede.

Gesangbücher, welche seit einiger Zeit zum Vorschein gekommen sind! Selbst in unserm Lande ist eine solche Veränderung nichts neues, nichts ungewöhnliches. Man gehe nur ein wenig in die verflossenen Zeiten zurück, so wird sich das bald zeigen.

Ohne mich hier auf die ganze Geschichte unsers Gesangbuches einzulassen, welche zu einer andern Zeit nachgeholet werden kann, will ich nur bemerken, daß mit unserm Ansbachischen Gesangbuche bereits dren große und beträchtliche Veränderungen vorgenom men worden sind.

Die erste geschah im Jahre 1677 durch den seligen D. Gottfried Handel; die zweyte im Jahr 1711 durch den seligen D. Heinrich Tiezmann, und die dritte im Jahr 1717 durch den seligen D. Johann Wilhelm von der Lith. Diese drey Ausgaben sind, wie der Augenschein lehret, sehr von einander un terschieden. In einer jeden hat man Gesänge, wel:

nommen.

che in den vorigen Ausgaben stunden, ohne Beden: ken weggelassen, und an deren Stelle neue aufge: Jeder dieser Herausgeber that zur Verbes serung unsers Gesangbuches, was er nach seiner das maligen Lage und nach den Umständen seiner Zeit thun konnte. Und ihre Bemühungen, zum Ruhm unsrer Vorfahren sen es gesagt, fanden Beyfall und wurden wohl aufgenommen. Der selige D. Ciezmann schrieb in der kurzen Vorrede zu dem von ihm 1711 herausges gebenen Gesangbuche, daß sehr viele christliche See: len und Leute von allerhand Ständen die völlige Aus: fertigung dieser neuen und verbesserten Ausgabe instån: dig verlangt hätten. Sollte denn aber, was in den Jahren 1677, 1711 und 1717 recht und löblich war,

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