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Umsonst zeigt mir eine schmeichelnde betrügerische Hoffnung die angenehme Aussicht in noch viele künftige Lebenstage. Ich fühle mich zwar gesund, und bey Kräften; allein die tägliche Erfahrung lehret mich, wie wenig hierauf zu bauen dieß sey. Ob ich morgen noch leben werde- beruht auf einem ungewissen Vielleicht! Und auf dieses ungewisse Vielleicht soll ich das Glück einer Ewigkeit ankommen lassen? Nein; so unangenehm auch immer die Vorstellung des Todes meiner Sinnlichkeit seyn mag ich will mir Gewalt ana thun, ich will- ich muß mich überwinden. Was ist der Tod? Mein Herz mag bey dieser Frage immer unruhig werden. zittern; von eia ner genauen Untersuchung und Auflösung derselben hängt meine wahre Ruhe, meine innere Zufrieden. heit zu sehr ab, als daß ich mich davon sollte abhalten lassen.
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Tod- ist das Ende meines hiesigen, und der Anfang eines künftigen, beffern, überaus glücklichen Lebens. Hier ist die Morgenröthe meis nes Dafeyns; jenseits des Todes der volle Tag. dort im Hier leb' ich im Zustande der Kindheit- Stande des reifen Alters. Hier lern' ich glücklich seyn, indem ich mich bestrebe, tugendhaft zu seyn: dort bin ich wirklich glücklich unaus:
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sprechlich glücklich, indem ich den Lohn der Tugend årndte. Was hat nun dieser Begriff des Todes Schreckliches an sich?- Ich will glücklich seyn,


