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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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Deinen Menschen frisches Blut in Herzen Und der Blume neuen Purpursaft. Ruhe wehet, Friede herrscht im Lande- Und die Menschheit sieht ein Traumgeficht Millionen Augen sind geschlossen; Nur der Unerschaffne schlummert nicht. Seine Obhut blicket unverwendet, Seguend, schüßend auf den Weltenkreis; Laufend Sonnen gehen um ihn nieder, Und kein Schlummer lohnet seinen Fleiß. Herr, vergieb mir, daß ich menschlich rede, Schöpfer, du bedarfst der Ruhe nicht Nur der Müde schläft, der Schwache ruhet; Ewig wacht der Gottheit Angesicht.

Auch ich werde einst nicht mehr ermüden,

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Einst nicht mehr des Leibes Sclave seyn.

Doch, so lang das Loos der Schwachheit währet,

Schlaf ich unter Dank und Freude ein; Freue mich der füffen, stillen Ruhe, Danke die für jede sanfte Nacht, Bis ich) einst am grossen Morgen rufe. Auch die lezte Ruhe ist vollbracht!