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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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comes

Donnerstag Abend,

Unter Gottes Sternen wohnet Friede, Ruhe ist des Himmels Eigenthum; Und mit süsser Ahnung blickt die Seele In das grosse, dunkle Heiligthum. Schön ists, wenn das thatenvolle Leben In dem Lichte vor uns wacht und webt; Aber lieblich ruht die stille Erde, Wenn der süsse Schlaf hernieder schwebt, Dieser fromme Schußgeist aller Müden, Dieser Liebling aller Kreatur,

Dieses Balsambad der wunden Glieder Diese Labebecher der Natur.

Wie ein Sarg im stillen Leichentuche Ruht die Erde in dem Schattenmeer, Und wie Kerzenglanz in Tempelhallen Brennen taufend Sterne um sie her. Ach sie rühmen alle deine Ehre, Herr, im Kreise vor dir hingeneigt, Und mit Millionen Freudenstimmen Jauchzt der Himmel, wenn die Erde schweigt. Aber schlafend schenkest du den Deinen Unterm Monde neue Lebenskraft,