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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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508

Nachtrag.

Met. Wer nur den lieben

( 289 im alten Gesangbuch.)

711. Gott, hilf mir, daß ich Buße thue, weil mich noch deine Stimme lockt. Bewahre mich vor falscher Ruhe, das bei das Herz sich leicht ver stockt, wenn du selbst das Gewissen rührst, und zum Gefühl der Sünden führt.

2. Du willst nach deiner großen Güte, nicht eines eing'gen Sünders Tod: drum weckst du oftmals sein Ge müthe, zu fühlen seine Sün. dennoth. Wehl dem, der deine Stimme hört, und red. lich sich zu dir bekehrt!

gebracht, zu deinem Zornge fäße macht.

6. Sich bessern ist der Weg zum Leben: drum laß mich in der kurzen Frist, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich so wichtig ist, nur dafür sorgen, daß mein Geist dem Sündenelend sich entreißt.

7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Güns dendienst befreit, und leite mich selbst auf dem Pfade der chriftlichen Rechtschaf­fenheit! Wie selig bin ich dann schon hier; wie glück. lich einst, mein Gott, bei dir!

Mel. Wer nur den lieben ( 408 im alten Gesangbuche.)

3. Den rettest du von dem Verderben, nimmit seine

Buße gnädig an: macht ihn 712. Mein Herz ermun.

tre dich zum

zu deinem Kind und Erben, daß er frohlockend rühmen kann: wie groß ist Gottes Waterhuld; er tilget meine Gündenschuld!

Preise des Gottes, der de Vater ist! Bedenke, auf wie viele Weise du ihm zum Dank verpflichtet bist. Bring ihm, der stets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar.

4. Sollt' ich die Güte denn verachten, die mir noch Kraft jur Begrung reicht? Bom Trofte leer muß der ver smachten, von dem, Gott, deine Gnade weicht. Sie aber weicht von dem julegt, der frevelhaft gering sie schäßt.

5. So gib, daß deiner Gnadenlockung, o Gott, mein Herz fets offen sei; damit 5. Unendlich grog ist dein mich ja nicht die Verstockung, Erbarmen. Nur wehlzuthur wenn ich mein Leben ohne bist du gewohnt. Drum Reu' im Sündendienste zu wird auch mir, mein Gett,

mir

2. Herr, deine Hand ist immer offen, zu geben, was mir nüglich ist. Und doch bin ich oft schwach im Hef­fen auf dich, der du die Liebe bist. Mein Gott, wie wes nig bin ichs werth, daß mir noch Hülfe widerfährt!