Druckschrift 
Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Bon Gott, dessen Wesen

6. Was zaget denn mein Her; in mir; was flag' ich angstlich, daß ich bier fein dauernd But geniesse, und daß in Unbeständigkeit dies Leben mir verflieffe?

7. Was flag' ich, der dein Wort noch hat, den Trost, daß meine Missethat mich einst gewiß nicht richte, und daß mein Erbtheil ewig sei vor deinem Angesichte?

8. Was flag' ich? Liebest du mich doch mit aller dei­ner Liebe noch, und willst mich ewig lieben! Haft fel. ber meinen Namen dir in deine Hand geschrieben.

9. Ja, ich bin Gottes, Gott ist mein; und ewig, ewig wirst du's seyn. Von dir kann mich nichts schei­den. Die Welt vergeht mit ihrer fust; nicht du und deine Freuden.

wann ich fehle. Nichts, nichts fann deinem Aug ent­fliehn; und nichts mich dei­ner Hand entziehn.

3. Wann ich in stiller Ein­famkeit mein Herz an dich er­gebe, und über deine Huld erfreut, loblingend dich er­hebe; so hörst du es, und stehst mir bei, daß ich die immer treuer sei.

4. Du merfst es, wann des Herzens Rath verkehrte Bege wählet; und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet, so weißt du fie, und strafest mich zu mei­ner Beßrung väterlich.

5. Du hörest meinen Seuf­fern zu, daß hülfe mir ers scheine. Voul Mitleid, Va= ter, zählest du die Thráneng die ich meine! du siehst und wägest meinen Schmerz, und stärkst mit deinem Trost mein Herz.

Allgegenwart Gottes.

6. O drůck, Allgegenwärs tiger! dies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur

Mel. Auf, Christenmensch

21. Nie bist du, Hoch- dich, o Herr! mein Herz zur

Zuflucht wähle, daß ich dein heilig Auge scheu, und dir zu dienen eifrig sei.

frer von uns fern; du wirkst an allen En­den. Wo ich nur bin, herr aller Herrn, bin ich in dei­nen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich, denn deine Rechte schützet mich.

7. 2aß überall gewiſſens haft nach deinem Wort mich handeln; und stärke mich dann auch mit Kraft, vor 2. Was ich gedenke, weiss dir getroft zu wandeln! Daß feff du; du prüfest meine du, o Gott! stets um mich Seele. Du siehst es, wann seist; das tröst' und beßre ich Gutes thu; du siehst es, meinen Geist!

In