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Christliches Gesang- und Gebetbuch für die öffentliche und häusliche Gottesverehrung : zum Gebrauche der Evangelischen Gemeinden im Eisenburger Komitate
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Beystand anrufen, und mich mit der Hoffnung trösten, daß mein Kind vielleicht in meinem Alter noch meine Stüße und meine mch größte Freude werden könne.

Herr, ich hoffe auf dich; du hast deine Güte so hülfreich an mir bewiesen, hast mich aus der Angst und Gefahr erret­tet, worin ich gewesen bin, haft mein Kind lebendig und ge fund zur Welt gebracht; so wirst du ja nun deine Hand nicht von uns abziehen, du lieber treuer Vater, wirft uns noch fera ner deine Güte erzeigen; wer auf dich hofft, der kann nicht zu Schanden werden. Dein Name sey gepriesen, der jetzt und oft an mir so herrlich sich erwiesen! Mein Herz und Mund soll dir, du Netter aus Gefahr, mein schuldig Opfer bringen, von deiner Güte singen, jetzt und immerdar. Amen.

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Gebet nach einer unglücklichen Geburt.

mein Gott, verzeihe mire, wenn mein Herz jetzt voller Kummer und Betrübniß ist. Die Hoffnung hat mir gar zu viel Freude gemacht, daß ich ein lebendiges, gesundes und wohlges staltetes Kind zur Welt bringen werde. Nun ist aber diese Hoffs nung vernichtet, und anstatt der Freude habe ich Traurigkeit. Wenn mir die Schwangerschaft Sorgen und Beschwerlichkeit ges macht hatte; so dachte ich immer, daß sie doch wohl einen glück. lichen Ausgang nehmen werde, und das erleichterte mir jederzeit alles Ungemach. Aber der Ausgang ist leider! sehr unglücklich gewesen. Ach, die Angst der Geburt war groß, und doch folgte feine Freude darauf.

Soll ich aber nur immer meiner Traurigkeit nachhängen? Nein, mein Gott, ich will vielmehr an deine Hülfe denken, die du mir geleistet hast, daß ich den Dank nicht vergesse, den ich dir schuldig bin. Wie leicht hätte es mir das Leben kosten kön nen, aber du hast mich erhalten und gestärkt. Die Noth hätte auch noch länger anhalten können, aber du haft der Versuchung ein Ende gemacht, daß ich sie doch noch ertragen konnte. Und in der größesten Angst hast du mich erquickt durch die Tröftuns gen deines Worts. Du hast die guten Leute unterstüßt, die mir ihren Beystand geleistet haben, daß sie Geduld und Mitleis den hatten, daß sie bey aller schweren Mühe und Arbeit doch unverdrosfen bey mir ausgehalten haben. Du hast Vieles abs