Allwissenheit und Allgegenwart.
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mand wohnen kann. Wer kann ten, ihr Seufzen wird von dir erdie Sterne führen? Wer weiß, hört, eh sie noch vor dir treten. als er allein, die Himmel zu re- Auch siehst du den bösen Nath gieren? Und du wagst, stolz zu der Herzen, die dich haffen: und seyn? eh' ihr Anschlag reift zur That, ja ehe sie ihn fassen, hast du ihn schon vereitelt.
4. Herr, dein ist alle Stärke, und alle Hülfe, Gott ist dein! das preisen deine Werke, die deiner Kraft allein sich freun. Wir auch erfreun uns ihrer; ihr Lob sey unsre Pflicht. O Vater, o Regierer, wen hält, wen schüßt sie nicht; Du lebst, du wirkst in Allen, dir, dir vertrauen wir! Erhalter, wer fann fallen, ge tragen, Herr, von dir?
Allwissenheit und All
4. Was nach Verfließung vies ler Zeit noch künftig wird geschehen, sahst du vor dir von Ewigfeit, als gegenwärtig stehen. Was längst vorbey gegangen ist durch aller Jahre Zeiten, ist dir, der du allwissend bist, selbst bis auf Kleinigkeiten, noch immer ges genwärtig.
5. Des Heuchlers List kann freylich oft der Menschen Aug betriegen; dich nicht. Und bleibt auch, wie er hofft, sein Lafter lang verschwiegen: du bringst es nod) gewiß ans Licht, die Zeit wird es entdecken; und einst gewiß dein Weltgericht; und Schande, Furcht und Schrecken, wird dann
gegenwart.
Mel. Christ unser Herr 2c. 22. or dir ist alles offenbar,
Gott! dein Verstand erkennet, was ist, was werden wird, was war, was nie ein Na me nennet: er schaut, o Urquell alles Lichts! durch alle Finster- den Heuchler treffen. nisse, und alle Himmel haben
6. Laß mich, o höchste Majes nichts, was er nicht seh' und wisstät! dein helles Auge scheuen. fe, was er nicht ganz durchforsche. Wer ist es, der dich hintergeht,
2. Selbst die Gedanken fen mit seinen Heucheleyen? Laß neft du, eh' sie in mir entstehen: mich auch in der Einsamkeit, daß nichts, was ich im Verborgnen du mich siehst, bedenken, laß thu, kann deinem Aug entgehen. Wahrheit und Rechtschaffenheit Dir Gott! dir sind wir offenbar, du prüfest Herz und Nieren, und alle Gründe siehst du klar, die uns fer Thun regieren, nichts bleibt Mel. Wer nur den lieben Gott: c. dir unerforschlich.
bey allem Thun mich lenken, und stets mein Herz behüten.
23. Nichts, was es sey, ist 3. Was deiner Freunde Herz dir verborgen, Allwis. begehrt, das weißt du, eh' sie be- sender, vollkommnes Licht! Sollt


