Druckschrift 
Benjamin Schmolcken's Gott geheiligte Morgen- und Abendandachten in gebundener und ungebundener Rede : mit noch andern trostreichen Gebetne mehr, und sehr vielen erbaulichen Liedern versehen ; in zwei Theilen ; sammt der Lebensbeschreibung des sel. Authoris., vermehrt mit Festandachten und Wettergebeten
Entstehung
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Geistreiche und andächtige

müthig, und kommen vor Dich mit zerschlage­nem, betrübten Geist, Du wollest uns in un­serm Kreuz und Elend durch Deinen heil. Geist trösten und lehren, daß wir nicht wider Dich und Deine Kreaturen, sondern vielmehr wider unsere Sünden, mit welchen wir noch wohl größern Fluch verdienet hätten, murren, sol­chen zugefügten Schaden für eine väterliche Züchtigung mit Geduld erkennen und ertragen, und künftig unser sündiges Leben bessern. Die­weil aber Deine Hand nicht zu kurz ist, noch Dir schwer, durch viel oder wenig zu helfen, so wollest Du, o treuer Gott! uns das Wenige, so in dem Wetter auf dem Felde übergeblieben, desto reichlicher fegnen, Deine Kinder zu dieser bösen Zeit speisen und ernähren, und vor gro­Bem Unfall ferner väterlich behüten. Erhalte uns doch noch länger bei Deinem heil. Wort in gutem beständigen Frieden! Gib uns ge­funden Leib, und pflanze in unser Herz die brü­derliche Liebe, daß einer sich des andern in unsrer Trübsal von Herzen annehme und er­barme: und wollest nach Deinem väterlichen Willen diesen Abgang und Verlust künftig auf eine andere Weise gnädig erstatten, auch nach diesem elenden mühseligen Leben uns allen geben die himmlische Freude und ewige Seligkeit, durch Jesum Christum unsern einigen Selig­macher, in Kraft des heiligen Geistes! Amen. Danksagung, wenn das Wetter glücklich abgegangen ist.

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Der Donner höret auf. Ach Gott und Va: ter, laß den Donner Deines Zorns auch auf: hören