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Wettergebete.
Gebet, wenn das Wetter Schaden gethan.
allmächtiger, barmberziger Gott und Vater unsers lieben Herrn Jesu Christi! Du hast uns, leider! in diesem schädlichen Wetter erschrecklich heimgesucht und mit Strahl, Hagel und Wassersfluth Deinen Zorn über uns ausgeschüttet, darüber mit uns Laub und Gras, Necker und Weinberge, und andere unserer Feldgüter trauren. Denn das Feld ist verwüstet, die Necker stehen jämmerlich, das Getreide ist zerschlagen, so sehen auch die Weinberge kläglich, und die Bäume auf dem Felde sind verdorret, das Erdgewächse ist verdorben, und sonst viel Schaden und Jammer geschehen. Nun unser Gott, Du bist gerecht in allem, das Du uns jetzt gethan hast, alle Deine Werke find rechtschaffen, und alle Deine Gerichte sind unsträflich, denn wir haben übel gethan, damit daß wir von Dir männiglich abgewichen und Dir bisher ungehorsam gewesen sind. Zwar Du hast uns ein Hartes versetzet, und das Brod, den Wein und die Nahrung von unserm Munde hinweg genommen, aber Du hast dennoch in Deinem Zorn um Deines Namens willen uns als Dein Volk nicht gar verstoßen, noch Deine Barmherzigkeit von uns genommen, sondern uns in dieser Trübsal die Gnade erzeiget, daß wir an Leib und Leben, an unserm Haus und Hof unversehret geblieben sind, und noch etliches Feldes verschonet worden. Daran ist, o Herr! Deine Güte schuld, daß wir nicht gar aus sind, dafür wir Dir auch von Herzen Dank sagen. Wir bitten Dich aber, herzlieber Vater, de


