Druckschrift 
Benjamin Schmolcken's Gott geheiligte Morgen- und Abendandachten in gebundener und ungebundener Rede : mit noch andern trostreichen Gebetne mehr, und sehr vielen erbaulichen Liedern versehen ; in zwei Theilen ; sammt der Lebensbeschreibung des sel. Authoris., vermehrt mit Festandachten und Wettergebeten
Entstehung
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Wettergebete.

8. O großer Gott von Lob, wann ja das Maas erfüllt, der Sünden und aus Zorn uns gar verders ben willt, so möchten doch die Kinderlein thun nach dem rechten Willen Dein, der wollest Du verschonen, und nicht nach Sünden lohnen.

9. O großer Gott von Treu, weil vor Dir Nies mand gilt, als Dein Sohn Jesus Christ, der Deinen Zorn gestillt, so sieh doch an die Wunden sein, sein Marter, Angst und schwere Pein, um seinetwillen schone, und nicht nach Sünden lohne.

10. So wollen wir Dein Macht und reiche Gütig­keit, Dein Rath, Ehr, Stärk und Kraft, Gnad, That, Lob, Treu allzeit preisen, und nach dem Willen Dein, Dir immerdar gehorsam seyn, und frei von allen Plagen, Dir ewiglich Dank sagen.

Das achte Gebet.

Wenn das Wetter lang anhält.

Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger, lie: ber Vater, der Du gewaltig, schrecklich und herrlich, wenn Du Deine Macht in den Wolken hören läsfest! Wir arme, schwache, furcht: fame und blöde Kreaturen erkennen Deine Ge­walt und große herrliche Macht: Du bewegest die Erde, daß sie bebet vor Deinem Donner, und die Grundfeste der Berge regen sich; vom Glanz vor Dir her trennen sich die Wolken, denn der Herr donnert im Himmel, und der Höchste läßt seinen Donner aus; Deine Blike