Druckschrift 
Benjamin Schmolcken's Gott geheiligte Morgen- und Abendandachten in gebundener und ungebundener Rede : mit noch andern trostreichen Gebetne mehr, und sehr vielen erbaulichen Liedern versehen ; in zwei Theilen ; sammt der Lebensbeschreibung des sel. Authoris., vermehrt mit Festandachten und Wettergebeten
Entstehung
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Geistreiche und andächtige

leuchten auf dem Erdboden, das Erdreich sie: hets und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens, Herr, von Deinem Schel­ten, von dem Odem und Schnauben Deiner Nase: Herr, wir sehen und hören Deine Ge: walt, stark ist Dein Urm, und hoch ist Deine Rechte, wir loben, preisen und fürchten diesel­bige, und erschrecken billig vor Deiner Macht und vor Deinem Zorn, erkennen auch, daß wir mit unsern Sünden wohlverdienet hätten, daß Du uns mit Deinem Grimm verderbest und zer­schmetterst; aber weil wir Deine armen Geschöpfe und Kinder sind, und sonsten nirgends vor Dei­nem Zorn hinfliehen können, denn zu Deiner grundlosen, holdseligen, väterlichen Gnade und Barmherzigkeit, so rufen wir aus diesem Elende und Jammerthal zu Dir im Himmel, und bits ten um Hilfe und Gnade, durch Deinen lieben Sohn, Jesum Christum. Ach Herr Gott! der Du bist ein Vater der Barmherzigkeit, und Gott alles Trostes, strafe uns nicht in Dei­nem Zorn und züchtige uns nicht in Deinem Grimm, laß uns Deine Bliße, so da schrecklich leuchten, nicht beschädigen, unser Haus und Hof nicht anzünden, noch die harten Donner­schläge zerschmettern, sey Du bei uns in der Noth, und behüte uns vor einem bösen schnel= len Tod. Tröste, stärke und erhalte uns im wahren Glauben und herzlicher kindlicher Zu­versicht und Vertrauen auf Deine große Gnade und Barmherzigkeit. Bedecke mit Deiner all­mächtigen Hand unser Leib und Leben, Haus und Hof, Vich und Früchte auf dem Felde,

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