Druckschrift 
Benjamin Schmolcken's Gott geheiligte Morgen- und Abendandachten in gebundener und ungebundener Rede : mit noch andern trostreichen Gebetne mehr, und sehr vielen erbaulichen Liedern versehen ; in zwei Theilen ; sammt der Lebensbeschreibung des sel. Authoris., vermehrt mit Festandachten und Wettergebeten
Entstehung
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Wettergebete.

O gütiger Gott! behüte uns vor Deinem grim­migen Zorn, der unerträglich ist, und vergib uns unsere Sünde. Erleuchte Dein Antlitz über uns, und sen uns gnädig. Verschone un­ser, daß dieses vorstehende, zornige, ungestüm­me, grausame und sehr schwere Wetter, ohne allen Schaden ab und vorüber gehe. Be­wahre unser Leib und Leben, Haus und Hof vor Entzündungen des Wetters, vor Schie: Bungen der Strahlen, vor Donnerschlägen und allem Verderben. Desgleichen beschüße die Früchte auf dem Felde vor Schlossen und Ha­gel, vor großer Wassersfluth, und vor allem Schaden. O heiliger Gott! behüte uns vor einem bösen Tod. Gott der Vater, der seinen Sohn des Kreuzes Pein für mich hat lassen leiden, erhalte mich. Jesus von Nazareth, ein König der Juden, für mich gestorben, bewahre mich. Der heilige Geist, der mich gezeichnet hat mit der Salbung, und mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes, beschirme mich, daß mir kein Unfall widerfahre! Amen.

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I.

D großer Gott von Macht, und reich von Gütigkeit, willst Du das ganze Land strafen mit Grimmigkeit? Vielleicht möchten doch Fromme seyn, die thâten nach dem Willen Dein, der wollest Du verschonen, nicht nach den Werken lohnen.

2. O großer Gott von Ehr, dieß ferne sey von Dir, daß Bds' und Fromm' zugleich die strenge Straf berühr, der möchten etwa fünfzig seyn, die thäten nach