Druckschrift 
Benjamin Schmolcken's Gott geheiligte Morgen- und Abendandachten in gebundener und ungebundener Rede : mit noch andern trostreichen Gebetne mehr, und sehr vielen erbaulichen Liedern versehen ; in zwei Theilen ; sammt der Lebensbeschreibung des sel. Authoris., vermehrt mit Festandachten und Wettergebeten
Entstehung
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Geistreiche und andächtige

Das siebente Gebet. Großmächtiger Gott! Deinem Namen sollen. alle Gewaltige auf Erden Ehre bringen, und Dich, ewiger Gott, anbeten in Deinem heiligen Schmuck; denn Du bist der Herr im höchsten Thron, Du beweiseft Deine Kraft an allen Or­ten. Die Stimme des Herrn gehet auf den großen Wassern. Der Gott der Ehren don­nert. Die Stimme des Herrn gehet herrlich und mit Macht. Die Erde bebet und wird bewegt, und die Grundfeste der Berge regen sich. Dampf gehet aus von Deiner Nase, und verzehrend Feuer von Deinem Munde, daß es davon blitzet. Dein Gezelt um Dich her ist fin­ster, und schwarze dicke Wolken, darinnen Du verborgen bist, und Dunkel ist unter Deinen Füßen. Vom Glanz vor Dir trennen sich die Wolken. Der Herr donnert im Himmel und der Höchste läffet feinen Donner aus. Du bringest hervor die Winde aus ihren verborge­nen Löchern, und treibest sie wieder an ihren Ort, wann sie Deinen Befehl ausgerichtet ha­ben. Es ist Dir alles unterworfen, alle Dinge erkennen Dich für ihren Schöpfer, und zittern vor Deiner göttlichen Majestät. Die hohen Berge und die Abgründe der Tiefen erschre­cken, wenn Du zornig bist, der ganze Erdboden zittert, Meer und Wasser fliehen vor Deinem Zorn. Die Stimme des Herrn hauet wie Feuerflammen. Die Stimme des Herrn erre­get die Wüsten. Der Herr bleibet König in Ewigkeit. Er wird seinem Volk Kraft geben. Der Herr wird sein Volk fegnen mit Frieden.

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