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Geschöpfe, es fürchtet sich Alles, was Odem hat, und deinen Blik erblicket. Gott, unser Gott und unser Vas ter, dein Odem tödtet und beseelet; deine Stimme schlägt zu Boden und weckt auf; dein Donner erschüttert die Sichern, und setzet die Uebertreter in Angst und Uns ruhe! Ewig ist deine Macht, und unbeschränkt deine Herrlichkeit! Doch, was du über uns verhångst, das muß zu unsrer Wohlfahrt und Glückseligkeit dienen, wenn wir nur deinen Geboten folgen. Du suchest heim deine Menschenkinder, aber du fucheft sie heim als ein Vater, nicht, um sie zu verderben, sondern zu erhalten, nicht, um sie zu betrüben, sondern zu lehren, daß sie aufs Wort merken, und auf ihre Pflichten; nicht, um sie zu vertilgen, sondern um sie zur Befferung aufzuwecken und zu ermuntern. Gott, du bist Vater in deinen Gerichten, wie in deinen Werken; in drohender Gefahr, wie in ers freulicher Hülfe; im Donner und Blite, so wie im heitern Sonnenscheine und sanften Frühlingsregen. Stärke und erneure in uns das Vertrauen auf deine Güte, den Glauben an deine Hülfe, und die feste Ueberzeugung von deinen väterlichen Absichten! Laß uns mit Dankbarkeit die vielen und großen Vortheile erwägen, die durch ein Gewitter vom Himmel auf die Erde geleitet, und über Menschen und Thiere ausges spendet werden. Fern von uns sey Aberglaube, kindis sche Furcht und unchristliches Zagen vor deiner Alls machtsstimme. Erwecke und erhalte in uns den Sinn und den festen Vorsatz, dich zu fürchten und deine Ges bote zu halten! Amen.
Dankempfindung nach einem Gewitter. Gott, du bist sehr groß und herrlich, und deine Güte währet für und für! Wie furchtbar war das Gewits ter, welches über unsern Häuptern schwebte! Wie groß die Gefahr, die unsern Neckern, unsern Fluren, unsern Häusern drohte! Aber du hast die Gefahr vor uns vorübergeführt; die Luft ist gereinigt, und die Felder und Wiesen, für die wir so besorgt waren, stehen in neuer Kraft und Schönheit wieder da. Welch ein Anblick,


