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Anblick, der unser Auge entzückt, und unser Herz mit Wonne erfüllt; der uns den Segen bewundern, und seis ner uns freuen heißt, den deine milde Hand wieder über die ganze Natur um uns her ausgespendet hat! Wie sollten wir da nicht an dich denken, unsern Ers halter und segnenden Vater, nicht freudig zu dir aufs blicken, und dir Dank und Ehre darbringen? Ja, so sehr wir in jenem Wetter deine unendliche Macht, o Gott, erkennen und vernehmen mußten; so nachdrücks lich fordert uns deine schonende Güte zum freudigsten Danke gegen dich, unsern Beschüßer auf. Du, nur du fonntest dem Sturmwinde gebieten, daß er unserer Fluren schonte; du, nur du konntest unser Leben und unsere Wohnungen vor jenen zerstörenden Blitzen bes wahren. Gott, wir wollen deine Güte nie vergessen, nie an deiner väterlichen Aufsicht zweifeln; sondern so oft uns wieder vor einer Gefahr bange werden will, frendig daran denken, daß wir an dir einen Gott, eis nen Bater haben, der da hilft. Aber wie sollte es uns auch aus dem Sinne kommen, wie groß die Angst eines bösen Gewissens sey, wenn Gefahr und Noth eins bricht; damit wir uns vor Sünden hüten, und in allen Umständen Muth und Zuversicht behalten mögen. Nur Der muß sich im Ungewitter fürchten, der bey freunds lichem Sonnenscheine nicht an dich denkt; aber wer dich immer vor Augen hat, und recht thut, Der fürchtet nichts, wenn gleich die Erde wankt und die Berge ers beben, und die Fluthen brausen: er ist dennoch gutes Muths, er ist auch im Unglücke getrost! Laß uns immer mehr in diesem Sinne gestärkt werden; dann werden wir uns, gütiger Bater, fiets deiner freuen, und in bösen wie in guten Tagen zu deinem Preise bekennen: der Herr hat Alles wohl gemacht! Amen.
Gebet nach einem verheerenden Ungewitter. Gott, deine Gedanken sind nicht unsere Gedanken, und deine Wege sind nicht unsere Wege. Aber doch find deine Gesinnungen gegen uns immer liebevoll, und alle deine Wege, auf welche du uns leitest, sollen uns unses


