17-
as Du hast mich in mannichfaltige Verbindungen mit meinen Mitmenschen gesetzt. Ich kann ihrer Hülfe und ihres Beystandes nicht entbehren; tausend Gutes ist mir durch sie von meiner Kindheit an zu Theil geworden, und wird mir noch tåglich zu Theil. Welch ein undankbares, unnüßes Geschöpf, und wie unwürdig deiner Gnade und Wohlthaten würde ich seyn, wenn ich nicht andern Mens schen durch Fleiß und Treue in meinem Stande und Bes rufe so nützlich zu werden suchte, als ich nur kann?
Ich bin, so wie alle deine Geschöpfe, ein Werkzeug in deiner Hand, wodurch du deine weisen und gütigen Absichten ausführest; und je treuer ich in meinem Bes rufe arbeite, je unermüdeter ich das Gute thue, das ich in meinem Wirkungskreise thun kann und soll: destos mehr darf ich mich dessen freuen, daß ich deine gnädigen Absichten befolge, und dein Werk auf Erden treibe. Du, Gott, wirkest von Ewigkeit zu Ewigkeit! Deine Kraft ist unbegrenzt, dein Thun ist unermeßlich, und Alles, was du wirkest, ist und schaffet Leben, Freude und Seligkeit. O möchte ich durch die beste und unverdross senste Anwendung alles dessen, was ich bin und habe und fann und vermag, dir, meinem himmlischen Vater, immer ähnlicher, und dadurch eines höhern Berufs und wichtigere Geschäfte in der zukünftigen Welt immer fås higer werden! Amen.
Ermunterung zur Dankbarkeit gegen Gott. Von dir allein, o Gott, kommt alles Gute, was wir
Menschen genießen; du bist die Quelle alles Lebens und Segens. Auch mich hast du mit deinen Wohlthaten überschüttet, und ihrer sind mehrere, als ich zählen kann. Auch mich riefst du ins Leben, um mich zu einem Denks male deiner Liebe zu machen; und immer habe ich sie erfahren, seitdem ich bin. Noch ehe ich selbst mich kannte, war mir von deiner wohlthätigen Fürsorge Hülfe und Pflege bereitet, deren ich zu meiner Erhals tung bedurfte. Daß ich noch lebe, und deiner Güte mich freuen fann; daß so manche Gefahr vor mir vorüber ging, die meiner Wohlfahrt drohte; daß ich so manche 2 Ers


