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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg : nebst einem Anhange einiger Gebete zur häuslichen Erbauung
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Erleichterung erfuhr, wenn Kummer mich drückte, daß ich so manche Noth überstand, und daß des Angenehs men in meinem Schicksale noch immer mehr war, als des Widrigen; ja, daß selbst das Widrige mir nüßen mußte: dieß Alles kam von dir, o Gott! Dieß war das Werk deiner wohlthätigen Liebe, du Herr und Vas ter meines Lebens! Doch du hast noch viel mehr an mir gethan; du hast dich auch meiner Seele herzlich ans genommen, daß sie nicht verdürbe, sondern zum Genuß immer höherer Seligkeiten gelangte. Auch mir zum Heile fandtest du deinen Sohn in die Welt, ließest auch mir sein heiliges Evangelium bekannt werden, durch ihn auch mir Gnade und ewiges Heil verkündigen. Und, o! wie mannichfaltig waren nicht die Erweckungen zu einem treuen Gebrauche dieser Gnade von meiner Jugend an! Wie unermüdet war dein Bestreben, mich auf den Weg zu leiten, der zu wahrer Zufriedenheit in dieser Welt, und einst zu ewigen Freuden führt! Mit welcher Geduld übers fahest du meine so häufigen Verirrungen! Mit welcher Langmuth trugst du mich, wenn ich deinen erbarmenden Absichten widerstrebte! Wie unermüdet wirkst du noch immer durch deinen guten Geist an meinem Herzen, um sie an mir zu erreichen! Gott, wie sind deiner Wohlthas ten so viele! Wie soll ich sie dir vergelten, du mein Vas ter, mein höchster Wohlthäter! Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir bewiesen hast, und selbst in der Ewigkeit noch herrlicher beweisen willst, wenn ich dir kindlich folge.

dD gib mir eine immer lebhaftere Ueberzeugung von deiner unaussprechlichen Liebe. Sey mir eine kräftige Erweckung, dich wieder zu lieben, und deinem wohlthäs tigen Willen gerne und mit Freuden zu gehorchen!

Immerdar sey sie mir vor Augen, und erfülle mein ganzes Herz mit Ehrfurcht und Liebe gegen dich! De nem Dienst und dem Gehorsam gegen deine Befehle will ich alle meine Kräfte weihen. Laß dir dieses Opfer wohls gefallen! Was kann ich dir schon geben? Du bist der Allselige, der feines Dinges bedarf. Kein Geschöpf kann dir auch nur eine einzige deiner Wohlthaten vers gelten.