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Beschreibung der Wunder
sie die Fahrt zu thun verhießen, half ihm die Mutter Gottes zum Leben und zur Gesundheit, wie er denn auch hier erschienen ist. Sie sagten aus, daß dem so sey bei ihrer Treue an Eidesstatt, welche sie darum gaben und thaten.
182,
Lin todtes Kind wird lebendig.
Im Jahre 1493 brachte Stefan Walchen's ehelige Hausfrau, Namens Anna, ein Kind ohne Leben auf die Welt. Damit es nun sein Leben empfangen und zu des Priesters Händen kommen möchte, ver= hieß sie dasselbe zu der würdigen Jungfrau und Mutter Gottes Maria nach Kientheim. Sobald sie das gethan, empfieng das Kind sein Leben auf die Stunde. Daß dieses wahr sey, gelobten die zwei obgenannten Eheleute mit ihren Händen, um bei Treue die Wahrheit zu bezeugen, der Mann an Eidesstatt, die Frau bei ihrer weiblichen Treue, brachten auch das Kind in einer Wiege zu unserer lieben Frau, als sie in der vierundzwanzigsten Woche nach der Verheißung die Fahrt that, frisch und gesund hierher.
183.
Ein anderes todtes Kind bekommt sein Leben.
Susanna Fir zu Scherweiler verhieß ein Kind hierher, welches drei Stunden todt gewesen, und dem sein Leben wiederum geworden. Es geschah vor einem halben Jahre, das Kind lebt noch, sie brachten es hierher. Es ist ein Knabe, Namens Wolfgang. Geschehen auf St. Johannis, im Jahre 1497.


