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Beschreibung der Wunder
geschickt worden, und als sie mit einander durch einen Wald zurückgiengen, wurden sie gefangen und in den Wald geführt, worin auch schon Gefangene lagen, die durch einen glücklichen Zufall entkamen; gegen ihn aber ward von den Räubern bereits das Schwert erhoben; da rief er: Liebe Frau von Kientheim, um Hülfe! Sobald er diese Worte geredet hatte, konnten sie ihm nichts mehr thun. Gesagt den Son= tag nach Martini, 1481.
167.
Lin Gefangener wird befreit.
Auf die heilige Weihnachten, 1481, sagte Hans Rutsch von Sultz, er sey zu Weckenthal in einem Thurme und Stocke gefangen gewesen. Da habe er unsere liebe Frau allhier zu Kientzheim angerufen, und es sey ihm ein Ring von der Kette am Halseisen gesprungen, so daß er aus dem Thurme kam und über die Mauern in einen tiefen Graben sprang, und entkam. Zur Danksagung verrichtete er eine Wallfahrt hierher.
168.
Liner Kindbetterin wird in großer Lebensge= fahr geholfen.
Den Freitag nach dem Maientag 1483, war Elise Schmid von Karlisau bei Rheinfelden hier, und sagte, sie sey in Folge einer Niederkunft in solche Gefahr gerathen, daß man sie dem Tode nahe glaubte, und fie selbst alle Besinnung verlor. Da befahl der Komthur zu Bücken für sie eine heilige Messe zu lesen und die Mutter Gottes anzurufen, was sie auch


