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Mirakel-Buch, worin hundert und etliche achtzig Wunder erzählt werden, die in der Wallfahrtskapelle zu Kientzheim im Elsaß ehemals geschehen sind ; nebst einer kurzen Geschichte von Kientzheim und der dortigen Liebfrauen-Wallfahrt / durch P. Bernardin Buchinger, weiland Abt zu Lützel und Maulbronn
Entstehung
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Beschreibung der Wunder

weil man ihn in Verdacht genommen. Als aber die, welche ihn gefangen hatten, sahen, daß er unschuldig sey, schlugen sie ihn so unmenschlich auf das Haupt, daß er rasend wurde, und man ihn in Morsmünster in die Eisenbande legte, worin er zweiundzwanzig Wochen lag. Er wurde nach Reinacker, darauf nach St. Adolf, nach Altdorf und Widerstorf geführt, welches ihm aber nichts half. Er verhieß sich also hierher zu der Mutter des allmächtigen Gottes mit einem Opfer; auf die Stunde nach der Verheißung kam er wieder zu seiner Vernunft. Dieß schwur er zu den Heiligen, daß es wahr sey.

115.

Kirchweihung der neuen Kapelle.

Im Jahr 1470, am Sonntag Quasimodo geniti wurde die neue Kapelle der heiligen Felir und Regula zu Kientheim, zu Ehren dee heiligen Kreuzes und der glorwürdigen Gottes Gebärerin Mariä, und des heiligen Johannes des Evangelisten, durch Nico­laum, Bischof von Tripolis und Weihbischof zu Basel geweiht, und es war sehr viel Volk zugegen.

116.

Line Srau, welche viele Kinder todt geboren hatte, wird durch die Sürbitte der Mutter Gottes glücklich entbunden.

Wendling, Zimmerman von Hagenau sagt, seine Hausfrau habe sechs Kinder todt zur Welt gebracht. Vor zwei Jahren habe man ihr geredet von den vielen und großen Wunderzeichen, welche durch die Für­