zu Kientheim.
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bitte der Mutter Gottes allhier zu Kientheim ge= schehen. Da kamen seine Hausfrau und er zusammen hierher zu der Mutter voller Gnaden, und baten fie eifrigst, der Frau die Gnade zu erwerben, daß sie lebendige Frucht gebären möchte. In demselben Jahre gebar sie zwei Kinder, welche beide lebendig auf die Welt kamen, und hat seither noch eins geboren, welches drei viertel Jahre lebte. Dieses schwur er zu den Heiligen.
117.
Ein Mann wird vom Bruche befreit.
Heißmann Klingmeyer von Kentzingen sagt bei dem Eide, welchen er darum zu den Heiligen geschworen, daß als er auf die Constanzer Kirchweihe gen Freiburg reiten wollte, bekam er einen Leibschaden. Während dessen, rief er unsere liebe Frau allhier zu Kientzheim an, und ehe es recht Nacht wurde, vers gieng ihm der Bruch und er war gesund.
118.
Ein auf den Tod verwundeter Mensch wird geheilet.
Lob und Dank sey der heiligen Gottes Mutter gefagt! Es wurde ein Knabe tödlich gestochen, so daß man ihn mit den heiligen Sakramenten versah, und ihm das Leben absprach. Drei Tage blutete ihm das Netz, und am neunten Tage gieng ihm der Harn zu der Wunde heraus. Sein Vater verhieß ihn zu unserer lieben Frau, und unsere liebe Frau erhörte ihn.


