zu Kientheim..
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108.
Liner wird vom reißenden Steine erledigt.
Meister Niclaus von Nördlingen, ein Büchsenmeister zu Ensisheim, hatte den reißenden Stein so daß er zu jeder Stunde, Tag und Nacht, mit Ungemach und Schmerzen geplagt wurde. Er rief unsere liebe Frau zu Kientzheim an und verhieß sich mit einem wachsenen Bilde hieher. Sogleich nach seiner Anrufung vergieng ihm das Uebel, und dieses bezeugte er eidlich.
109.
Lin verbranntes Kind und seine Mutter, welche taub und unsinnig wurde, werden geſund.
Claus Ließ, ein Schlosser von Straßburg, sagte, sein Kind, Namens Klausel, sey in einen Zuber mit heißem Wasser gefallen und auf der einen Seite ganz verbrannt und verbrüht worden, so daß es sich nicht legen noch heben lassen wollte. Sie riefen also die Mutter Gottes allhier zu Kientheim an; auf die Stunde wurde das Kind so geduldig, daß es sich heben und legen ließ. Er sagt auch dabei, daß des Kindes Mutter, als sie dieses gesehen habe, in Ohnmacht gefallen und ganz von Sinnen gekommen sey, und weder gehört noch gesehen, Niemanden mehr gekannt und wie unsinnig von 2 Uhr Nachmittags bis um 10 Uhr gewüthet habe. Also sprach er ihr zu, sie sollte unsere liebe Frau allhier zu Kientheim in ihrem Herzen fleißig anrufen, so wäre er der Hoffnung, daß sie wieder gesund würde. Auf dieselbe Stunde kam sie wieder zu Sinnen und wurde


