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Beschreibung der Wunder
es kaum wieder besteigen konnte. Deshalb verhieß er unserer lieben Frau auch das Pferd, darauf wurde er wieder kühn, kam zu sich selbst und opferte das Pferd unserer lieben Frau auf.
6.
Lin Kind wird von Pest in Todesgefahren erlöſet.
Krepels Heinrich von Lützelstein sagt, er habe ein Kind, Namens Hans, welches von der Pest befallen, so krank geworden sey, daß die Todesflecken hervortraten; er und andere hätten des Kindes gewartet und nichts anders gewußt, als daß es todt gewesen sey; während dessen habe er unsere Frau die Mutter aller Gnaden zu Kientheim angerufen und sogleich sey das Kind wiederum zu sich gekommen und gesund geworden.
7.
Lin Knabe, den man für todt gehalten, wird wiederum lebendig.
Hans Strohmeyer pon Eschingen sagt, daß ihm sein Sohn Hans auf eine Tenne in einer Scheune herabgefallen und für todt hingelegt worden, daß ihm der Mund von den Leuten, die zugegen waren, zugethan worden, und sie hätten nicht anders geglaubt, als daß der Knabe todt sey. Daher rief er unsere liebe Frau die Mutter Gottes zu Kientheim an, daß sie ihm helfen wolle, und der Knabe wie: derum zum Leben kommen möchte. Und sogleich wurde der Knabe wieder gesund.


