zu Kientheim. 8.
Lin todtes Kind erhält das Leben wieder.
Anna, die Frau des Hans Pfiffer zu Rappoltsweiler, sagte, daß sie an der Geburt eines Kindes länger als drei Stunden in den Nöthen gelegen sey und daß als das Kind geboren ward, es sogleich starb. Während mehr als einer halben Stunde glaubte sie so wie auch die Frauen, die bei ihr waren, das Kind wäre wirklich todt; da rief sie die Mutter Gottes unsere liebe Frau allhier zu Kientzheim an, und auf die Stunde wurde das Kindlein wieder lebendig.
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9.
Lin lahmes und Frankes Kind wird geheilt.
Conrad Schuemacher von Neuershausen sagt, daß er ein Kind habe, Namens Barbara, das vier Jahre alt ist; es sey in diesen vier Jahren nicht ein halbes Jahr gesund gewesen und im letzten an Händen und Füßen ganz lahm geworden, und zwar so, daß sie am Sonntag Jubilate besorgten, es möchte die Nacht nicht erleben. Da rieth man den Eltern, daß sie das Kind unserer lieben Frau allhier zu Kientheim angeloben sollen, und auf die Stunde fieng das Kindlein an sich zu bessern und wurde nach zwei Tagen ganz gesund.
10.
Linem lahmen Mann wird geholfen.
Peter Dielmann von Niedertraubach sagt, daß er vor sechs Jahren ganz lahm gewesen sey, also daß


