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Mirakel-Buch, worin hundert und etliche achtzig Wunder erzählt werden, die in der Wallfahrtskapelle zu Kientzheim im Elsaß ehemals geschehen sind ; nebst einer kurzen Geschichte von Kientzheim und der dortigen Liebfrauen-Wallfahrt / durch P. Bernardin Buchinger, weiland Abt zu Lützel und Maulbronn
Entstehung
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Geschichte von Kientheim

Dinghof, wozu die Pfarrkirche von St. Felir und Regula gehörte. Der heilige Pabst Leo IX. welcher von dem Mainzer Kirchenrathe durch das Elsaß nach Rom zurückkehrte, hat diese Kirche in eigener Per­son zu Ehren der oben gedachten zwei heiligen Blut­zeugen eingeweiht. Noch in der Mitte des drei­zehnten Jahrhunderts war diese Abtei im Besitze der ihr zu Kientheim geschenkten Güter, und erst im Jahre 1291 hat die Frauenmünster- Aebtissin Elisa­beth ihre Besitzungen, nebst der Felir und Regula­Kirche, an die Abtei Lützel abgetreten. Die Claris sinen zu Allspach hatten an der Stelle, wo später die jetzige Pfarrkirche sich erhoben, ihr Kloster ge= habt, bis sie von dem Benedictiner= Gotteshause Hirschhau, in der ehemaligen Speyrer Diözese, im Jahre 1282 das Kloster Allspach hinter Kaisersberg, käuflich an sich gebracht. Allspach, früher ein Bene­dictiner Kloster, wurde gestiftet von dem Grafen von Egisheim, und nachher, auf Zusprechen des Pabstes Leo IX. von dem Grafen Adelbert von Calw wieder hergestellt. Die Clarissinen von Kientz­heim, welche, wie gesagt, dieses Kloster 1282 ge= kauft und bezogen, waren damals die Einzigen die­ses vom Pabste Urban IV. gemilderten Ordens im Elfaffe.

Da zur Zeit des Baseler Kirchenraths Kriegsun­ruhen zu entstehen droheten, ließ der Graf Johann von Lupfen den Flecken Kientheim mit Ringmauern,

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Irrig sagt Schöpflin( Alsat. illust., t. II, p. 106), wie auch unser Buchinger, Leo IX. habe den Befißstand der Kirche von Kienßheim dem Gotteshause von Zürch übertragen. Dieß war bereits im Jahre 822 geschehen, wie aus einem von Grandidier unter Nr. 142 angeführ­ten Diplome zu ersehen ist,