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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Verhalten zu

besondern Zeiten.

doch höre du den Dank für meine fanfte Ruh.

871. 4

Met. Vor deinen Thron tret' zc. wie viel Gutes thatst du mir auch heut, mein Gott, wie dank' ich dir? Du schenktest Speise mir und Trank, Gesundheit, Leben. Dir sei Dank.

2. Und noch vielmehr empfing mein Geist, der tief gerührt dich, Bater, preist, viel Kraft und viel Gelegenheit, zu thun, was seine Pflicht gebeut.

3. Du schüßtest, du bewahrtest mich vor Angst und Noth so väter lich; bu schenktest mir der Freu= den viel, und für sie meiner Brust Gefühl.

4. D möcht' ich dir recht dank­bar sein und immer, immer dein mich freun! Gieb selbst ein Herz voll Dankbarkeit und kindlicher Zufriedenheit.

5. Gedenke meiner Sünden nicht, und geh nicht mit mir ins Gericht; Laß meine Fehler, die mich reun, mir, der dir glaubt, vergeben sein.

6. Behüte du auch väterlich in dieser Nacht vor Unglück mich, so schlaf' ich ruhig ein: denn du, du wachst auch über meine Ruh.

872./

Mel. O Jesu Christ, mein's ic.

Ein fanftes Lager wartet mein. Wie viele meiner Brüder freun, wenn du entfliehst, des Tages Licht, sich dieser Wohlthat heute nicht.

2. Auf hartem Boden hingestreckt, bei Frost und Kälte unbedeckt, fleht mancher Kranke jammervoll um Tod, der ihn erlösen soll.

3. Du, werth der Glücklichste zu sein, mein Mittler, ach es war nicht dein der Drt, wo du nach Müh' und Last zur Ruh das Haupt geleget hast.

4. Wer bin ich? wie vergelt' ich dir, mein Vater, was du thust an mir! Ich bin zu schwach;

873.

Mel. Alles ist an Gottes: c.

Lehr mich meine Tage zählen, Schöpfer, der du selbst sie zählst und mir ihre Zahl verhehlst. Lehr mich jede Stunde wählen. Und so fließe meine Zeit wohlgenußt zur Ewigkeit.

2. Lehr mich jene Zeit erseßen, die mir ungenußt verschwand. 21s Geschenk aus deiner Hand laß mich jede Stunde schäßen. Und so fließe meine Zeit wohlgenußt zur Ewigkeit.

3. Schenk im Schlaf mir Ruh und Stärke. Weck mich früh zur Thätigkeit, und dann gieb mir Heiterkeit zur Vollendung edler Werke. Und so fließe meine Zeit wohlgenußt zur Ewigkeit.

4. Bis zum Abend meines Le­bens laß mich unermüdet sein, ſo bleibt mein Gewissen rein, und ich lebe nicht vergebens, und dann folgt mir aus der Zeit reife Frucht zur Ewigkeit.

22.44

874.

Met. Wer nur den lieben it.

Jesu, wenn zum Stärkungs­schlummer dein Haupt ermüdet niedersank, wie manches Erdenpil­gers Kummer, der aus dem Kelch der Leiden trank, war dann gestillt,

wie mancher Schmerz geheilt durch dein erbarmend Herz!

2.

Wie waren deine treuen Hände zum Wohlthun immer aus: gestreckt! Wie hatte, wo sich Elend fände, des Menschenfreundes Blick entdeckt! Du lebtest jeden Augen­blick für Brüderwohl, für Men= schenglück.

3. Und ich, lebt' ich vielleicht vergebens? vielleicht kaum halb nur diesen Tag? Was helfen Stunden eines Lebens, von denen ich nichts ernten mag? Ach hätt' ich deiner oft gedacht, sie wären besser zuge­bracht.