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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Tageszeiten. Abend.

fen. laß mich ferner mit Ver­traun auf dich und deine Leitung schaun.

2. Auch des verfloffnen Tages Schuld verzeihe mir nach deiner Huld und fördre mein Bestreben, in deiner Fügung zu beruhn und deinen Willen gern zu thun, bis du mich führst zum Leben. Herr, was ich hab' und was ich bin, geb' ich in deine Hände hin.

3. Du, dessen Auge ewig wacht, verleih auch nun in dieser Nacht, Erquicung mir, dem Müden. Bes schirmet deine Rechte mich, so stärs ten meine Kräfte sich, so lieg' ich ganz in Frieden, erwache froh und mein Gesang singt dir, mein Vater, neuen Dank.

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869.02.

Mel. Werde munter, mein ic.

Sink' ich einst in jenen Schlum­mer, aus dem Keiner nicht erwacht; geh' ich aus der Welt voll Kum­mer, Todesruh, in deine Nacht, o dann schlaf ich anders ein. Weg aus dieses Lebens Pein wall' ich hin zu deren Hütten, die, nun selig, hier auch litten.

2. Jego schlaf' ich, aufzuwachen noch für Tage dieser Zeit. Laß mich fertig stets mich machen, Ba= ter, zu der Ewigkeit, daß ich Wanderer dann sei leicht, bereit, von Bürden frei, von den Lasten dieser Erde, wenn ich nun unsterb lich werde.

3. Gerne laß den Tag mich se hen, der als Retter mir erscheint, wenn mit unerhörtem Flehen, wer mich liebet, um mich weint. Stär­ker als mein Freund im Schmerz sei mein gottverlangend Herz; voll von deines Namens Preisen, laß mich ihn gen Himmel weisen.

870.

Mel. Bor deinen Thron tret' ic.

868.

3u so viel Tagen, die mir schon von meiner Prüfungszeit entflohn, ich

Mel. Mir nach, spricht Christus 26.

Herr, dessen Gnade Ulles schafft, heut durchlebt, ins Meer der Ewig?

teit.

durch dich hab' ich mein Leben. Gesundheit, Segen, Lust und Kraft hast du mir heut gegeben. Den ganzen Tag warst du mit mir; mit froher Seele dank' ich dir.

2. Du hast mich heute väterlich gespeiset und getränket, behütet vor Gefahren mich, zum Guten mich gelentet, zur Arbeit gabst du Kraft und Muth; wie bist du doch, mein Gott, so gut!

3. Du, ewig guter Bater, du wirst ferner für mich sorgen. Gieb meinem Leibe sanfte Ruh bis zu dem frohen Morgen. Wenn ich er= wache, fang' ich dann den neuen Tag mit Loben an.

2. Gott, dem ich nichts verber= gen kann, der alles weiß, was ich gethan, was ich geredet und gedacht, weiß auch, wie ich ihn zugebracht. 3. D Seele, denk an deine

pflicht, versäume deine Behrung nicht: denn auch der kleinste Theil der Zeit hat Einfluß auf die Ewigkeit.

4. Der Tod vollendet mich viel= leicht, eh diese Nacht dem Morgen weicht und führet mich, wie ich hier bin, vor Gott, vor meinen Richter hin.

5. Bewahre gnädig mich, mein Gott, vor einem bösen schnellen Tod. Zur Beßrung und zur Fröm­migkeit gieb, mein Erbarmer, mir noch Zeit.

6. Erhöre väterlich mein Flehn, laß Gnade, Herr, für Recht ers gehn, nicht schrecklich sei mir dein Gericht, gedente meiner Sünden nicht.

7. Gern will ich jede Sünde fliehn; dieß ist mein Borsag, seg= ne ihn. Von dir bewacht, entschlaf ich nun, laß mich in sanfter Stil: le ruhn.