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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Verhalten zu besondern Zeiten.

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sich ein. Viel Gutes hab' ich heut genossen, Gott muß dafür gepriesen sein. Un Gott und an

866.93.

Mel. Fren dich sehr, o meine c.

fein Lob gedacht, bringt eine rechte Herr, es ist von meinem Leben

gute Nacht.

Könnt' daß

wiederum ein Tag dahin. ich mir doch Zeugniß geben, ich ihn nach deinem Sinn recht und nüßlich zugebracht und zur Freude mirs gemacht, die mir ane befohlnen Pflichten treu und em= sig auszurichten.

2. Aber kann ich dir, dem Zeu­gen dessen, was ich denk' und thu, meine Fehler wohl verschweiz gen? sie alle sahest du! Ja, wie oft verging ich mich nicht auch heute wider dich! Wer kann mers ten, wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen?

hab', o Vater aller Gnaden, habe noch mit mir Geduld, heile meiner Seele Schaden, tilge meis ner Sünden Schuld. Deine uns begrenzte Treu werd' auch diesen Abend neu, daß ich künftig dei­nen Willen besser mög', als heut, erfüllen.

2. Des Leibes Arbeit geht zum Ende, die Seele nimmt das Ihre vor. Mein Gott, ich hebe Herz und Hände durch Christum froh zu dir empor. Weil ich dich Va­ter nennen kann, so nimm mein kindlich Opfer an.

3. Der Tag verstreichet ohne Plagen, der Abend bricht ver­gnügt herein. Muß Mancher über Unglück klagen, so kann ich gus tes Muthes sein. Dein Aufsehn schüßt mich väterlich, und deine Liebe krönet mich.

4. Nun, Gott, vom Grunde meiner Seelen stimm' ich ein Lob­und Danklied an. Gern wollt' ich alles das erzählen, was deine Hand an mir gethan; doch, gro= Ber Gott, unzählig ist, was Seel' und Leib von dir genießt.

5. Ach nur vergieb mir alle Sün­de, mein Jesus nahm die Schuld auf sich. Darum in diesem deinem Kinde, getreuer Gott. erbarme dich. Ich weiß, du gehest mit mir nicht um seinetwillen ins Ge­richt.

4. Heilige du mein Gemüthe, daß mein Schlaf nicht sündlich sei. Steh mit deiner großen Güz te auch in dieser Nacht mir bei, nimm dich meines Hauses an, wehre dem, was schaden kann, daß ich morgen mit den Meinen feinen Unfall darf beweinen.

6. Drauf schlaf' ich unter deiz ner Liebe, und, was mir lieb, befehl ich dir. Sichts um mein Lager schwarz und trübe; bricht doch dein Gnadenglanz herfür, der Nacht und Dunkel lichte macht, und schüßt mich in der dunkeln Nacht.

5. Laß mich dir zum Preis er: wachen, ewig dir gewidmet sein, daß ich mich in allen Sachen dei­ner Hülfe kann erfreun. Doch bez stimmt dein Rath, o Gott, heute noch für mich den Tod, nun so nimm an meinem Ende Leib und Seel in deine Hände.

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7. Wohlan, ich will der Ruh genießen. Soll diese Nacht die legte sein, da ich mein Leben muß beschließen, so trifft mein eignes Wünschen ein. Das Leben ist mir kein Gewinn, als bis ich erst gez storben bin. Bitlan 8. So geb' ich mich in deine Hände, ich leb' und sterbe, wien So hab' ich, Gott, durch deine du willt. Ich weiß, daß aus Macht nun wieder einen Tag dem Lebensende des rechten Le: vollbracht, sei hoch dafür gez bens Anfang quillt. So schlaf" priesen. Mit froher Rührung ich nun auf Sesum ein, so muß dank' ich dir für alle Wohlthat, mein Schlaf gesegnet ſein. die du mir so unverdient erwies

Mel. Ich bin ja, Herr, in C.