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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Wesen und Eigenschaften.

4. Db Felsen weichen, Berg' ins Thal sich stürzen, daß durch ihren Fall die Erde weit erzittert, bleibt doch, o Gott, dein Bund mit mir ftets fest und unerschüttert.

5. Was zaget denn mein Herz in mir? Was flag ich ängstlich, daß ich hier kein dauernd Gut ge= nieße, und daß voll Müh und Uns bestand dieß Leben mir verfließe?

6. Was flag ich? Wer dein Wort noch hat, weiß, daß Gott feine Missethat, wenn er nur glaubt, vergebe, daß sicher ihm sein Erbtheil sei, daß er auch ewig lebe.

7. Was flag ich? Liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch, und willst mich ewig lieben; haft selber meinen Namen dir in deine Hand geschrieben.

8. Dein bin ich, Gott, und du bist mein, und wirst es ewig, ewig sein; von dir kann nichts mich schei: den. Die Welt vergeht mit ihrer Lust; nicht du und deine Freuden.

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Mel. Nun lob' mein' Seel' den ze.

er Herr ist in den Höhen, auch in den Tiefen ist der Herr. Wo Menschen zu ihm flehen, wo ihn die Engel schaun, ist er. Wo ich nur in Gedanken mich denk', ist er mir nah; ist frei von allen Schranken, in jedem Raume da; umfaßt mit seinen Händen die Welten und um spannt an allen ihren Enden, was je durch ihn entstand.

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ists, der auch verborgen uns nah ist, uns bewacht.

3. Wie könnt ihr denn, Verbre= cher, dem, der so nah euch ist, ent= gehn? könnt wähnen, er, der= cher, werd' euer finstres Werk nicht sehn? Eh noch Gedanken werden, sieht er vom Himmel sie, und alle Nacht auf Erden verbirgt vor ihm sie nie. Wähnt nicht, daß ers nicht wisse; mit seinen Schrecken füllt er selbst die Finsternisse, worinn ihr euch verhüllt.

18.50

Mel. Liebster Jefu, wir sind hier se.

Allenthalben- Gegenwart und Allwissenheit Gottes. Gott, du kennst von Ewigkeit die

Bewohner deiner Erde, siehst, ob ich die Uebungszeit dir zum Preiſe nügen werde; meine Thaten, mei­ne Sorgen sind dir, Höchster, nie verborgen.

2. Algegenwärtig schauet sein all­umfassend Aug umher; und wer ihm nur vertrauet, den schüßet, den versorget er. Er hört das Schrein der Raben, hat für die ganze Welt, hat für den Wurm selbst Gaben, und Schmuck für Thal und Feld. Für sein Geschöpf zu sorgen, fehlt ihm nie Rath und Macht. Er

4. Er ist auch nahe denen, die willig thun, was er gebot, hört sie, zählt ihre Thränen, hilft und ver­scheucht, was ihnen droht. Wohl mir! 3u meiner Rechten ist mir der Herr, mein Gott; in meines Kums mers Nächten, und wo ich seufz', ist Gott. Wo ich nicht Freunde habe, Im wo niemand hilft, ist Gott. Sturm, im Tod', im Grabe und überall ist Gott!

2. Deine Gegenwart erfüllt jede Tiefe, jede Höhe; selbst die Finster­niß verhüllt nie vor dir, was ich nicht sehe. Keine Geister, feine Seelen können dir ihr Thun ver hehlen.

3. Alles überschauest du, merkit und siehst, worauf ich sinne, was ich wünsche, was ich thu, was ich thun will und beginne; wo ich bin, an allen Enden, bin ich, Gott, in deis nen Händen.

4. Nur umsonst verhüllt' ich dir mich mit allen Finsternissen; ge­genwärtig bleibst du mir überall und im Gewissen; und vor dieses Zeus gens Schrecken kann auch keine Kluft mich decken.

5. Hören will ich deinen Ruf, nicht verkehrte Wege gehen; du,