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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Wesen und Eigenschaften.

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es dein heilig Wort begehrt, dich folgern gern vergeben und meine innigst zu verehren im Geist und in der Wahrheit.

Feinde lieben.

4. D du, der ewig war und ist, du konntest nicht entstehen; du bleibst auch ewig, was du bist, wenn Himmel selbst vergehen. Den hohen Ruf zur Ewigkeit hast du auch mir gegeben. Dlaß mein Herz hier in der Zeit sich auch zu dem erheben, was ewig mich er-= freuet!

5. Was ist, und werden wird, und war, auch was ich thu' und dichte, ist alles bloß und offenbar vor deinem Angesichte. Laß mich dein helles Auge scheun in Werken and Gedanken, und dann auch, wenn ich bin allein, in meiner Pflicht nicht wanken; denn du wirst Alles richten.

6. Wer ist, wie du, so weise, Gott, du kennst der Deinen Lei­den, und hast auch Weg' aus jeder Noth zu wahren, sichern Freuden. Wohl dem, der deiner Weisheit traut und auf der Tugend Pfade auf deiner Führung Ausgang schaut.

Denn deine weiſe Gnade wählt stets

für uns das Beste.

7. Nichts, nichts umgrenzet deine Macht, zu segnen, die dich lies ben; zu strafen, wenn man dich ver­lacht, um Frevel auszuüben. Wo ich nur bin, bist du um mich. Laß deinen Schuß mich decken. Bu sün­digen frech wider dich, dieß müsse mich erschrecken, mehr, als die Furcht vor Strafe.

8. Du bist unsträflich und ge­recht, und kannst nichts Böses dul­den. beßre du mich, deinen Knecht, erlaß der Sünde Schul­den! Dann hilf, daß ich gewissen haft, was dir verhaßt ist, fliehe, und dein Gesetz durch deine Kraft zu halten mich bemühe, und heilig vor dir lebe.

9. Du bist barmherzig, mild und gut, erbarmst dich deiner Kinder mit Liebe, wie ein Vater thut; erbarmst dich selbst der Sünder. Herr, laß in deiner Gnade hier auch meine Seele leben. Ich will, begnadigt, Herr, von dir, Ver­

10. Du bist wahrhaftig; stets be­steht dein Drohn und dein Verspre= chen. Du kannst, wenn Alles auch vergeht, dein Wort doch nimmer brechen. Gieb, daß ich scheue dein Gericht und Alles, was du dräuest; auch hoffe, was dein Wort vers spricht, daß du uns gern erfreuest: so werd' ich nie zu Schanden.

11. Gott, wenn mein Herz dich so verehrt, dich über alles schäßet, für dein Gesez sich ganz erklärt, und sichs zur Richtschnur seget: so wirst du, o mein Heil und Licht, auch ewig mich beglücken; so schau ich einst dein Angesicht mit freus digem Entzücken, um ewig dich zu lieben.

Einheit Gottes.

13.4

Mel. Ich dank dir schon durch ze.

Es ist doch nur ein einger Gott im

Himmel und auf Erden. Nur sein allmächtiges Gebot hieß Erd' und Himmel werden.

2. Was er erschuf, das kann allein durch seine Kraft bestehen. Will er, die Welt soll nicht mehr sein: so muß die Welt vergehen.

3. Mit Allgewalt und Maje= stät ist er nur Weltregierer; ist über Alles hoch erhöht, und unsers Lebens Führer.

4. Groß ist sein Nam'; und mit der That kann er es auch beweisen. Herr, groß an Huld, an Macht und Rath, wer sollte dich nicht preisen?

5. Dir nur gebühret Preis und Ehr. Wo ist je deines Gleichen? Nur du bist Gott, sonst Keiner mehr; sollt' ich von dir denn weichen?

6. Nein, ewig bleibst du mir allein der Herr, an dem ich hange; und ewig souls kein Andrer sein, von dem ich Heil verlange.