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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Wesen und Eigenschaften.

bleibet ewig, wie er war, verborgen, und nur offenbar in seiner Werke Wundern.

4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, fennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit, und Verstand, und Kraft und Stärke; seine Hand um spannet Erd' und Himmel.

5. Ist er nicht nah, ist er nicht fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Um­sonst hüllt ihr in Finsternis, was ihr beginnt; er siehts gewiß, er sieht es schon von ferne.

6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Se=­gen über Alle. Du bist voll Freund­lichkeit und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner.

7. Unsträflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne. Du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein, hast Freuden, Gott, die Fülle.

8. Du nur bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgefang, ihr, alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr. Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, so herrlich, so vollkommen?

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Mel. O Gott, mein Schöpfer c.

Gott, der du mein Schöpfer bist, dem ich nur angehöre, dich rich tig zu erkennen ist mir ewig Pflicht und Ehre. Stets heiliger durch dich zu sein, dich immer mehr zu lieben, mich deiner immer mehr zu freun, will ich mich täglich üben, von dir stets mehr zu lernen.

2. Ich kann ja, Ewiger, schon hier durch eifriges Bestreben, wie schwach ich bin, mich doch zu dir

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mit meinem Geist erheben. Nur laß mich auf den Unterricht von dir in deinen Werken, und auch auf deines Wortes Licht getreu und forschend merken, damit ich weiser werde.

3. Dann wird mir nicht aus eigner Schuld entgehn, was du uns lehrest; wie du voll Weisheit, Macht und Huld uns jeden Tag ernährest; wie Alles schön geord­net sich zum allgemeinen Segen vereinigt; wie so väterlich du uns auf tausend Wegen mit Lust und Heil begegnest.

4. Ich sehe dann, und seh ers freut stets immer mehr Beweise von deiner Größ' und Herrlichkeit zu deinem Ruhm' und Preise. 3um Licht wird mir die Finsterniß, die deiner Vorsicht Pfade mir oft vers birgt; ich bin gewiß, daß Herrs lichkeit und Gnade stets ihren Aus­gang krönen.

5. Und welchen Aufschluß giebt mir nicht vom Ziele meines Lebens dein Wort, das ewigs Heil ver= spricht. Nie merk ich drauf vers gebens. Ich lerne dich und deinen Sohn, und seiner Liebe Thaten, der Seele Werth, der Tugend Lohn, die Ernten ihrer Saaten, Daraus stets besser kennen.

6. So werd ich stets erleuchte= ter, von Vorurtheilen freier, zum Guten immer williger, standhafter und getreuer. Mehr Weisheit, mehr Erkenntniß giebt, mehr Wil­ligkeit zum Leiden dein Wort, das meine Seele liebt, erhöhet meine Freuden, und tröstet mich im Kummer.

7. Gewährt der Morgenröthe Licht mir jest schon so viel Wonne; wie viel verschafft mir künftig nicht des vollen Eages Sonne! Dann wirst du dich, mein Vater, mir noch näher offenbaren; dann werd ich noch weit mehr von dir und dei­nem Rath erfahren, und ewig froh dich preisen.

8. D laß von heiliger Begier mich immer mehr entbrennen, dich, Gott, und deinen Sot, n schon hier stets besfer zu erkennen,