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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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XII

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Sanft Schaffe Schaß Schide Schmer

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Gott, dessen Dasein,

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und Meer; so konnte nichts entste: hen. Du sprachst ein Wort; da ward, was ist; und einzig darum, weil du bist, ist alles, was wir sehen.

5. Du bists, der die geschaffne Welt in ihrer Ordnung noch erhält, mit Weisheit sie regieret. Du bist es, der nach seinem Rath auch uns auf unsers Lebens Pfad mit weiser Gnade führet.

6. D wohl mir, Höchster, daß du bist, und diese Welt dein Werk nur ist! Nun ist gewiß mein Leben nicht eines blinden Zufalls Spiel; ich darf nach meiner Wünsche Ziel nun nicht vergeblich streben.

7. Mein Sehnen nach Zufrie= denheit, mein Durst nach ewger Seligkeit wird sicher nun gestillet, wenn nur zu dir mein Geist sich hält, und nicht die schnöde Lust der Welt hier mein Gemüth erfüllet.

8. Drum soll es stets mir Freude sein, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weihn, zur Ehre dir zu leben. Du wirst mir dann in jeder Noth hier reichen Trost, und einst im Tod des Himmels Wonne geben.

Wesen Gottes.

8.72

Mel. Nun danket Alle Gott sc.

Unbetungswürdger Gott, mit Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. D flöße meinem Geist die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbietung sein!

2. 3um Sein riefst du die Welt, um Lust und Seligkeiten auf der ge= schaffnen Welt um dich her auszuz breiten. Du bist die Liebe selbst; Verstand und Rath sind dein, und du gebrauchst sie gern, zu fegnen, zu erfreun.

3. Du sprichst; und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! ent­and dein großes Werk, der Hims

mel und die Erde. Mit deiner- macht Hand regierest du die Welt, und deine Kraft vollführt, was uns unmöglich fällt.

4. Du bist der Herren Herr; der Erde Majestäten sind, Höchster, Staub vor dir; wie bald kannst du sie tödten! Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß bestehn.

5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lich tes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickst und als les, was da lebt, erfreuest und bes glückst.

6. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unvollkommen. Wird aber

derm der Vorhang weggenom men, der dich, Unendlicher, noch unz ferm Blick verschließt, dann sehn wir heder ein, wie herrlich, Gott, du bist..

7. Indeß sei auch schon jest dein Ver: Ruhm von uns besungen. schmähe nicht ein Lob von unsern schwachen Zungen. Dort soll, wenn wir dereinst im hellern Licht dich sehn, vollkommner unser Lied dich, großer Gott, erhöhn.

9. 64

Mel. Sei Lob und Ehr dem se.

Der Herr ist Gott, und keiner mehr. Frohlockt ihm, alle From= men. Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, so herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß; sein Nam' ist groß. Er ist unendlich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen.

2. Er ist und bleibet wie er ift. Wer strebet nicht vergebens, ihn auszusprechen? Wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Mens schen sind von gestern her; eh noch die Erde war, war er, noch eher, als die Himmel.

3. Des Ewgen Thron umgiebt ein Licht, dass ihn vor uns vers hüllet. Ihn fassen alle Himmel nicht, die seine Kraft erfüllet. Er