Wesen und Eigenschaften.
3
Spuren.
7. So soll dein Lob denn alles Kreaturen find' ich der Gottheit zeit in unserm Munde sein, und dankvoll deiner Gütigkeit stets uns fer Herz sich freun.
8. Ginst singen wir im höhern Ton dir unsrer Seele Dank; und dann erschallt an deinem Thron ein beßrer Lobgesang.
Dasein Gottes.
5. 12
Mel. Herzliebster Jefu, was ze. Es ist ein Gott; er hat auch mich erschaffen. Was hätt' ich wider Furcht und Gram für Waffen, wenn diese Welt kein Werk zu seiner Ehre, wenn er nicht wäre?
2. Dann würd ich unter mir das Thier beneiden. Ach, mir verfiegte jeder Quell der Freuden; und jeder Lustort würde mir auf Erden zur Wüste werden!
3. Wär' ich nicht elend, wär' ich nicht verloren? Ja, besser wärs, ich wäre nie geboren, als nichts, in grauenvollen Finsternissen, von Gott zu wissen.
4. Dann würde mich der Dursſt nach Glück nur quälen und ich gewiß der Sehnsucht Ziel verfehlen. Dann wäre mir der Lüste wild Getümmel mein Gott, mein Himmel.
5. Flieht, lästernde Gedanken,
ihr beflecket von ferne schon die Seele, die ihr schrecket; flieht! Nur der finstre, blinde Wahn der Thoren hat euch geboren.
6. Ich weiß, daß Gott ist, weiß, an wen ich glaube, wer mir den Geist gab, wer den Leib vom Staus be so kunstvoll schuf, mir schenket, was mir nüget, mich täglich schüßet.
7. Ich weiß, worauf ich meine Wohlfahrt baue, wen ich verehre, wem ich mich vertraue. Gott zu gefallen, will ich mich nur üben, will ihn nur lieben. 3013113
6./03 n
dombung vo Mel. Wach' auf, mein Herz 20. Gott, aus deinen Werken kann ich dein Dasein merken; in allen
2. Das große Weltgebäude, dein Ruhm und meine Freude, ruft in viel tausend Chören: Gott ist, Gott mußt du ehren!
3. Wer sprach es, daß die Erde, und daß der Himmel werde? Wer ſprach es, daß im Meere des Waſſers Sammlung wäre?
4. Wer ließ in jenen Höhen das Sternenheer entstehen? Wer hieß des Donners Brüllen die Welt mit Furcht erfüllen?
5. Du bists, Gott, deine Werke erzählen deine Stärke und deine weise Güte dem achtsamen Gemüthe.
6. Das Würmchen in dem Staus be, die bunte Raup' am Laube, das Gras, die schlanken Halmen sind deines Ruhmes Psalmen.
7. Herr, du bist hoch erhoben und ewig hoch zu loben; wenn auch der Thoren Rotten dich läugnen und verspotten.
8. Laß Alle, die dich kennen, und dich mit Ehrfurcht nennen und die dir fest vertrauen, auch deine Hülfe schauen.
7.
Mel. Kommt her zu mir, spricht ze.
Wie könnt' ich zweifeln, daß du bist, o Gott! Der ganze Weltbau ist ein Zeuge deines Lebens. 3u sichtbar ists, daß Güt und macht mit Weisheit ihn hervorgebracht. Nichts, nichts ist hier vergebens.
2. Wohin auch nur mein Auge blickt, da seh ich Ordnung, die entzückt, im Großen und im Kleinen; ich seh, und ganz erstaunt bin ich, wie der Geschöpfe Heere sich zu einem Ziel vereinen.
935
3. Eins muß dem Andern nußbar sein, daß die sich ihres Daseins freun, die sich empfinden können. Und wie? doch wäre die Natur und ihre weise Ordnung nur des Zufalls Werk zu nennen?
4. Nein, wahrlich, nicht von ungefähr entstanden Himmel, Erd' 1*


