Wesen und Eigenschaften.
steh? Frevelt der nicht, welcher Flagt, daß ihm Gott mehr Licht ver fagt?
3. Sollt ein Vater unterlassen, was dem Kinde Thorheit ist? Kühner Tadler, Engel fassen das, wo du im Dunkeln bist. Hier sollst du dem Herrn vertraun, und nur glaus ben, noch nicht schaun.
4. Sollt er zu Regiererinnen seis ner Werke, seiner Welt, meine Lüste segen, sinnen, ordnen, thun, was mir gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz = begehrt.
5. Hier in meinem Pilgerstande sei mein Theil Zufriedenheit. Dort in meinem Vaterlande wohnt die wahre Seligkeit. Führt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dunkel sein.
6. Darum auch auf rauhen Wegen, Christenseele, klage nicht. Was hier schmerzet, wird dort Segen, was hier Nacht ist, wird dort Licht, und ich faß' erst Gottes Sinn, wenn ich ganz vollendet bin.
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bin heilig, heilig werde jeder Mensch schon auf der Erde.
26.
Mel. Herr, auf dich will ich zc.
Gott, vor dessen Ungesichte nur ein reiner Wandel gilt, Keiner kommt zu deinem Lichte, der nicht dein Geseg erfüllt. Heilig und gerecht bist du, und du rufft uns allen zu: Ich
2. Heilig ist dein ganzes Wesen und kein Böses ist an dir, ewig bift du so gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist untadelhaft und gut, und unstråflich sind die Werke deiner Weisheit, Macht und Stärke.
3. Herr, du willst, daß deine Kine der deinem Bilde ähnlich sein. Nie besteht vor dir der Sünder, denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund; Uebelthätern bist du feind. Wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden.
4. Oso laß uns nicht verscherzen, was dein Rath uns zugedacht. Schaff' in uns, Gott, reine Herzen, tödt' in uns der Sünden Macht. Denn was sind wir, Herr, vor dir? Wie so leicht, ach, fallen wir! Wer kann merken, wer kann gåhlen, Heis ligster, wie oft wir fehlen!
5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dahin. Oso reinige vom Bosen durch ihn unsern
Heiligkeit und Gerechtigkeit ganzen Sinn. Gieb uns, wie du
Gottes.
selbst verheißt, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe.
6. Keiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht; unsers Wandels größte Zierde sei des Hers zens Heiligkeit. Mach' uns deinem Bilde gleich. Denn zu deinem Hims melreich wirst du, Herr, nur die ers heben, die im Glauben heilig leben. 27. Mel.


