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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Wesen und Eigenschaften.

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meine Thorheit sehen. Alles führst fliehn, bie Fittige vom Morgen, du im Gerichte aus der Finsterniß zum Lichte.

selbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine All­machtshand, denn du bist überall, und dein ist jedes Land.

6. Ueberall vertrau' ich dir. Daß ich, was mir nugt, empfahe, hoff ichy; denn du bleibeft mir stets mit deiner Güte nahe. Du erscheinst; und meine Leiden fliehen, oder werden Freuden.

7. Ueberall umgiebst du mich, der du mächtig mich beschüßest und, wo niemand hilft, seh' ich, daß du, Herr, mich unterstügest, daß ich kämpfen kann und ringen und zu deinem Himmel dringen...

5. Wollt' ich in Finsterniß mich deinem Aug' entziehen, fo fucht' idy doch umsonst, auch da dir zu ents flichen. Die dickste Finsternis ist vor dir helles Licht, die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht.

od 19.

Mel. D Gott, du frommet Gott ic.

Herr, du erforscheft mich, dir bin ich unverborgen; du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sor gen. Was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh der Gedanke noch in meiner Seel' entstand.

2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wiss seft. Du schaffest, was ich thu; duordnest, du beschließest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh' ich auf dich. Wie groß ist dein Verstand, wie wunderbar für mich!

3. Wohin, wohin soll ich vor Deinem Geiste fliehen? Wie könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; führ' ich zur Tief hinab, auch hier bist du mir nah.

4. Nähm' ich auch, schnell zu

6. Du warst schon über mir in meiner Mutter Leibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh ich war, schon väterlich gedacht.

7. Du kannteft mein Gebein, eh ich ans Licht gekommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung an: genommen, dein Auge sah mich schon, eh ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon of fenbar.

8. Was für Erkenntniffe, für köstliche Gedanken! Unzählbar sind sie mir, denn sie sind ohne Schran­ken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, fehn, dir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn.

9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ichs meine; ob ich der wirklich bin, der ich zu sein. mir scheine. Sieh, ob mein Fuß vielleicht sich einem Irrweg naht, und halte mich zurück auf ebnem, sicherm Pfad.

20. Mel.