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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Gott, deffen Dasein,

Allenthalben- Gegenwart und fie, zühlt ihre Thränen, hilft und Allwissenheit Gottes.

verscheucht, was ihnen droht. Wohl mir! 3u meiner Rechten ist mir der Herr, mein Gott; in meines Kummers Nächten, und wo ich feufz', ist Gott. Wo ich nicht Freun­de habe, wo niemand hilft, ist Gott. Im Sturm, im Tod', im Grabe und überall ist Gott!

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17.

Mel. Nun lob mein Seel den ze

Der Herr ist in den Höhen, auch in den Tiefen ist der Herr. Wo Menschen zu ihm flehen, wo ihn die Engel schaun, ist er. Wo ich nur in Gedanken mich denk', ist er mir nah; ist frei von allen Schranken, in jedem Raume da; umfaßt mit

feinen Händen die Welten und ums spannt an allen ihren Enden, was je durch ihn entstand.

2. Allgegenwärtig schauet sein allumfassend Aug umher; und wer ihm nur vertrauet, ben schüget, den verforget er. Er hört das Schrein der Raben, hat für die ganze Welt, hat für den Burm selbst Gaben, und Schmuck für Thal und Feld. Für sein Geschöpf zu sorgen, fehlt ihm nie Rath und Macht. Er ists, der auch verborgen uns nah ist, uns bewacht.

3. Wie könnt ihr denn, Verbres cher, dem, der so nah euch ist, ent. gehn? könnt wähnen, er, der Rå­cher, werd' euer finstres Werk nicht fehn? Eh noch Gedanken werden, sieht er vom Himmel sie, und alle Nacht auf Erden verbirgt vor ihm fie nie. Wähnt nicht, daß ers nicht wisse; mit seinen Schrecken füllt er selbst die Finsternisse, worin ihr euch verhüllt.

4. Er ist auch nahe denen, die willig thun, was er gebot, hört

18.

Mel. Liebster Jesu, wir sind hier 2c.

Gott, du kennst von Ewigkeit die Bewohner deiner Erde, siehst, ob ich die Uebungszeit dir zum Preise nügen werde; meine Thaten, meine Sorgen sind dir, Höchster, nie ver­borgen

2. Deine Gegenwart erfüllt jes de Tiefe, jede pohe, selbst die Finsterniß verhüllt nie vordir, was ich nicht sehe. Keine Geister, keine Geelen können dir ihr Thun ver­hehlen.

3. Alles überschauest du, merkst und siehst, worauf ich sinne, was ich wünsche, was ich thu, was ich thun will und beginne; wo ich bin, an allen Enden, bin ich, Gott, in deinen Händen.

4. Nur umsonst verhüllt' ich dir mich mit allen Finsternissen; gegen­wärtig bleibst du mir überall und im Gewissen; und vor dieses Zeu­gens Schrecken kann auch keine Kluft mich decken.

5. Sören will ich deinen Ruf, nicht verkehrte Wege gehen; du, der Ohr und Auge schuf, würdest meine